Tochterunternehmen Pavan

Gea muss Millionen abschreiben und rutscht ins Minus

28.01.2020 Der Maschinen- und Anlagenbauer Gea muss für das vierte Quartal 2019 insgesamt 248 Mio. Euro abschreiben. Grund ist die schwache Entwicklung der 2017 übernommenen italienischen Pavan-Gruppe. Das Ergebnis für 2019 rutscht jedoch aus anderen Gründen ins Minus.

Wie das Unternehmen mitteilte, blieb die wirtschaftliche Entwicklung von Pavan in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 deutlich hinter den Erwartungen zurück. Gea hatte den italienischen Hersteller von Extrusions- und Mahltechnologien für die Lebensmittelindustrie 2017 übernommen. Auch die aktuelle Geschäftsplanung liege „weiterhin deutlich unter dem zum Kaufzeitpunkt angenommenen Businessplan“, was zu einer Wertminderung des Unternehmens führe.

Restrukturierung führt zu Verlust

Anlagenbauer GEA hat sein Jahresziel für 2017 trotz eines starken vierten Quartals nicht erreicht. Gründe sind fehlende Aufräge und ein starker Euro. (Bild: GEA)

Die Restrukturierung beim Düsseldorfer Anlagenbauer geht nach eigenen Angaben zügig voran. (Bild: Gea)

Darüber hinaus hat Gea mitgeteilt, mit seinen Anfang 2019 angekündigten und im September nochmal verschärften Restrukturierungsprogrammen zügig voranzukommen. Daher habe man gewisse dafür eingeplante Kosten ins Jahr 2019 vorgezogen. Der Betrag beläuft sich auf rund 105 Mio. Euro und damit etwa 50 Mio. Euro mehr als ursprünglich angenommen. Der Löwenanteil von etwa 47 Mio. Euro ist dabei auf den bis Ende 2020 geplanten Abbau von insgesamt 800 Vollzeitstellen zurückzuführen. Aus den Restrukturierungsaufwendungen resultiere „ein negativer Wert des berichteten EBITs sowie des Konzernergebnisses für das Geschäftsjahr 2019“.

Sowohl der Auftragseingang mit voraussichtlich 4,93 Mrd. Euro als auch der Konzernumsatz mit voraussichtlich 4,88 Mrd. Euro lägen dagegen knapp über dem jeweiligen Vorjahreswert. Die finalen Zahlen sowie den ausführlichen Geschäftsbericht will Gea am 17. März 2020 veröffentlichen. (jg)

 

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