Vorläufiger Quartalsbericht

GEA senkt Prognose für 2018

12.10.2018 Der Anlagenbauer GEA verzeichnet weiterhin steigende Aufträge. Beim Ergebnis bleibt die Entwicklung jedoch insbesondere im für die Unternehmensgruppe wichtigen milchverarbeitenden Sektor zurück.

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Vorstandsvorsitzender Jürg Oleas beschreibt "wachsende Belastungen durch konjunkturelle Unwägbarkeiten" für GEA. (Bild: GEA)

Vorstandsvorsitzender Jürg Oleas beschreibt „wachsende Belastungen durch konjunkturelle Unwägbarkeiten“ für GEA. (Bild: GEA)

Im dritten Quartal 2018 setzte sich gemäß vorläufiger Kennzahlen der insgesamt positive Trend gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei Auftragseingang fort, teilte GEA mit. Der Auftragseingang wuchs um 12 % auf rund 1.18 Mrd. Euro, der Umsatz stieg um 4 % auf 1.18 Mrd. Euro. Beim operativen Ebitda verzeichnete der Konzern mit 135 Mio. Euro ein Plus von 12 %. „Die Nachfrage nach unseren Produkten und Applikationen hat sich auch im abgelaufenen Quartal insgesamt erfreulich entwickelt und GEA zeigt sich in einem herausfordernden Gesamtumfeld grundsätzlich gut positioniert“, erläutert Jürg Oleas, Vorstandsvorsitzender der GEA Group. „Allerdings sehen wir wachsende Belastungen durch konjunkturelle Unwägbarkeiten sowie zunehmende Handelshemmnisse.“

„Bruttoergebnismarge bleibt unter Druck“

Ausgehend von diesen Zahlen geht der Vorstand für das Geschäftsjahr 2018 von einem Umsatz von rund 4.8 Mrd. Euro und von einem operativen Ebitda von rund 540 Mio. Euro aus. Dies entspricht einer operativen Ebitda-Marge von rund 11,3 %. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung passt der Vorstand den Ausblick, der auf konstanten Wechselkursen beruht, an. Der Vorstand erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von etwa 7,5 %. Die operative Ebitda-Marge soll nun bei etwa 11,1 % liegen. Für die operative Cash-Flow-Treiber-Marge prognostiziert der Vorstand jetzt etwa 8,5 %. Die übrigen Annahmen bleiben – wie im Geschäftsbericht 2017 und Halbjahresfinanzbericht 2018 beschrieben – unverändert bestehen.

„Die Bruttoergebnismarge bleibt nach wie vor unter Druck“, beschreibt Oleas. „Zwar beginnen die eingeleiteten Preisinitiativen in vielen Bereichen bereits zu greifen, jedoch nicht in dem erwarteten Umfang. Dazu kommen Mixeffekte, das heißt, dass der Umsatz weiterhin überdurchschnittlich bei margenschwächeren Produktgruppen zulegt und zudem das Neumaschinengeschäft derzeit schneller wächst als der margenstärkere Servicebereich. Darüber hinaus erfüllt vor allem die Kundenindustrie Milchverarbeitung nicht unsere Ergebniserwartungen.“ Die endgültigen Quartalserebnisse wird der Konzern am 29. Oktober 2018 veröffentlichen. (ak)

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