Maßgeschneiderte Verpackungen für Bio-Pharmazeutika

Gerresheimer stellt Expertenteam für Pharmaverpackungen auf

29.08.2018 Gerresheimer bündelt seine Kompetenz für maßgeschneiderte pharmazeutische Primärverpackungen in der Unit Gx Solutions, einem interdisziplinären Experten- und Vertriebsteam, das auf das Entwicklungs-Know how von vier Technischen Competence Centern weltweit zugreifen kann.

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Neuer Prozess für die Konusformung von Gx RTF Spritzen: der für die Konusformung eingesetzte Dorn besteht bei dem neuen Verfahren nicht mehr aus dem üblicherweise eingesetzten Wolfram oder einem alternativen Metall, sondern aus einer speziellen Keramik. (Bild: Gerresheimer)

Neuer Prozess für die Konusformung von Gx RTF Spritzen: der für die Konusformung eingesetzte Dorn besteht bei dem neuen Verfahren nicht mehr aus dem üblicherweise eingesetzten Wolfram oder einem alternativen Metall, sondern aus einer speziellen Keramik. (Bild: Gerresheimer)

Viele biotechnologisch hergestellte Medikamente nutzen hochkomplexe, protein-basierte Moleküle für die Behandlung von Krebs, neurologischen Leiden oder Augenkrankheiten. Diese neuen Medikamente sind daher so anspruchsvoll und sensibel, dass sie eine neue Generation von pharmazeutischen Primärverpackungen wie vorfüllbare Spritzen, Injektionsfläschchen oder Karpulen benötigen, um ihre Wirkung zuverlässig zu entfalten. Medikamente und Verpackungen werden dabei immer öfter parallel in einer Kooperation von Pharmaunternehmen und Verpackungshersteller entwickelt, um schnell und wirtschaftlich zu einer optimalen Gesamtlösung zu kommen.

Spezifisch abgestimmte, übergreifende Lösungen

Gerresheimer kommt diesem Trend mit einem neuen international aufgestellten Expertenteam entgegen: „Wir haben mit Gx Solutions ein interdisziplinäres Spezialistenteam zusammengestellt, das Entwicklungs-Know how, internationale Entwicklungskapazitäten sowie globale regulatorische Expertise bietet“, sagt Andreas Schütte, Mitglied des Vorstandes und zuständig für den Bereich Plastics & Devices bei Gerresheimer. Das Expertenteam denkt bei seiner Arbeit nicht mehr in Produktgruppen oder Werkstoffen wie Kunststoff und Glas, sondern entwickelt übergreifende Lösungen, die exakt auf die Anforderungen spezifischer Märkte, Anwendungen oder Patientengruppen abgestimmt sind.

„Gx Solutions kann in unseren Technical Competence Centern in Deutschland, den USA und China auf über 430 Produktdesigner, Ingenieure, Techniker und Facharbeiter aus den Bereichen Kunststoff und Glas zurückgreifen.“, erläutert Manfred Baumann, Global Executive Vice President Sales & Marketing, Administration & TCC, Management Board, bei Gerresheimer Regensburg. „Die Ausstattung reicht dort vom Qualitätslabor über den Sondermaschinenbau bis zu einer Small Batch Production, in der wir Muster für klinische Tests und Kleinserien fertigen können. Durch die ab dem 3. Quartal 2019 etablierte Kleinserienproduktion für Spritzen, Injektionsfläschchen und Karpulen, können wir schnell und flexibel auf Kundenwünsche reagieren.“

Mehr Sicherheit für Produkt und Anwender

Ein Aufgabengebiet für das Expertenteam ist es, Primärverpackungen zu entwickeln, die möglichst wenig mit den darin abgefüllten Medikamenten interagieren. Hierfür wurden beispielsweise für die vorfüllbaren Gx RTF-Spritzen spezielle patentierte Technologien für Konusformung und Innenbeschichtung entwickelt. Diese ermöglichen es, dass die Gx RTF Spritzen in einer silikonöl-reduzierten oder metallfreien Variante erhältlich sind, oder die Fertigung vorfüllbarer Spritzen aus neuen Materialien wie dem Kunststoff COP (Cyclo Olfin Polymer). Ebenso wichtig sind Lösungen für höhere Anwendersicherheit und Benutzerfreundlichkeit, beispielsweise besonders bruchsichere Verpackungen, Sicherheitssysteme wie Gx InnoSafe zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen oder Primärverpackungen für Patienten mit eingeschränkter Motorik. Ein drittes Aufgabengebiet von Gx Solutions sind Verpackungskonzepte, welche auf die Entwicklungs- und Produktionsabläufe beim Pharmazeuten abgestimmt sind. Mit den Gx RTF-Vials im Ompi EZ-fill Verpackungsformat beispielsweise lassen sich identisch verpackte, sterile Injektionsfläschchen von zwei verschiedenen Herstellern beziehen.

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