Vakuum-CIP-Anlage bietet Vorteile für die Reinigung von Getränketanks

gezielt sparen

06.11.2007 Mit einer neuen Vakuum-CIP-Anlage ist die Reinigung von Getränketanks bei Medientemperaturen von bis zu 5o°C noch effizienter, schneller, umweltfreundlicher und flexibler möglich.

Wie bislang üblich, fördert auch bei der neuen Vakuum-CIP-Anlage eine auf dem CIP-Gestell installierte Vorlaufpumpe Reinigungsmedien sowie Frisch-und Stapelwasser in Richtung zu reinigende Produkttanks. Besonderheit der neuen Lösung: Statt üblicher Reinigungsrücklaufpumpen im Tankbereich, die für die Rückführung der Medien verantwortlich sind, kommt nun ein auf dem CIP-Gestell installiertes Vakuumsystem zum Einsatz.

Eine Zirkulationspumpe fördert stets das entsprechende Reinigungsmedium im kleinen geschlossenen Kreislauf als Treibstahl über einen Injektor. Mit Hilfe des entstehenden Unterdrucks wird die Reinigungsflüssigkeit aus Tanks und Rohrleitungen vollständig in die bereitstehenden CIP-Tanks zurückgeführt. Bei Einsatz der bislang praktizierten Lösung war dies so nicht machbar, da stets Restmedium in Tanks und Rohrleitungen zurückbleiben musste, um eine Beschädigung der Pumpen im Lagertankbereich zu vermeiden.

Weniger Wasser, weniger Energie – und schneller

Die übliche Vermischung der Medien beiMedienwechsel und der damit verbundene Verlust von Reinigungsmittel kommt bei der neuen Vakuum-CIP-Lösung so gut wie gar nicht mehr vor. So trägt der neue Systemgedanke jede Menge Lauge- und Säureersparnis in sich. Gesorgt ist hier auch für die gezielte Frischwassereinsparung. Die Freispülmengen verringern sich drastisch, die verbleibende Wasserfüllung des Systems entfällt.

Mit den aufgeführten Vorteilen direkt verbunden: Da kein Medium in Produkttanks und Rohrleitungen verbleibt, muss weniger an Wasser und Reinigungsmedien gelagert werden. So lassen sich CIP-Tanks wesentlich kleinvolumiger auslegen als bisher möglich. Der Volumenbedarf kann sich – je nach Anwendungsfall – gegenüber der bisherigen CIP-Lösung um bis zu 50% reduzieren. Neben dem Argument der geringeren Tankkosten greift das Plus des niedrigeren Energieeinsatzes zur Medienerwärmung sowie der reduzierte Platzbedarf des CIP-Systems.

Die Schnelligkeit, mit der die Vakuum-CIP-Anlage arbeitet, ist im Vergleich zu der bislang praktizierten CIP-Lösung deutlich erhöht. Folglich sind innerhalb der festgelegten Zeitschiene wesentlich mehr Reinigungszyklen machbar. Auch das neue Vakuum-CIP-System wird ganz an den individuellen Anforderungen des jeweiligen Getränkebetriebs ausgelegt.

Heftausgabe: November 2007

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Lind
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