Aromen- und Riechstoffe

Givaudan profitiert von Nachfrageschub wegen Corona

09.04.2020 Nicht in allen Geschäftsfeldern sorgt die Corona-Pandemie für Krisenstimmung. Der Aromen- und Riechstoff-Hersteller Givaudan etwa profitiert vom Kaufverhalten der Verbraucher in der Krise, wie der jüngste Quartalsbericht zeigt.

Vor allem gegen Ende des ersten Quartals 2020 zog demnach die Nachfrage nach Inhaltsstoffen für Hygieneprodukte wie Seife, aber auch für verpackte Nahrungsmittel wie Snacks und Gesundheitsprodukte deutlich an. Dies dürfte auch mit dem Kaufverhalten der Endverbraucher in der derzeitigen Corona-Krise zusammenhängen. “Solange die Lieferkette – von unseren Lieferanten bis zu den Regalen im Geschäft – funktioniert, werden wir in der Lage sein, auf diese Nachfrage zu reagieren, die meiner Meinung nach bestehen bleibt”, sagte Konzernchef Gilles Andrier der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen berichtet in der Lieferkette derzeit nur von „geringfügigen Störungen“ durch die derzeitige Situation.

Einzelne Märkte mit zweistelligen Wachstumsraten

Givaudan investiert in die Riechstoff-Entwicklung und -Produktion. (Bild: Givaudan)

Riechstoffe und Aromen sind derzeit stark gefragt. (Bild: Givaudan)

Dem Quartalsbericht zufolge erzielte Givaudan in den ersten drei Monaten 2020 Umsätze von umgerechnet 1,53 Mrd. Euro. Das entspricht einem organischen Wachstum von 5,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Besonders stark entwickelte sich dabei die Riechstoff-Sparte, die sogar um 6,3 % gewachsen ist. Getragen wurde dieser Anstieg dabei vor allem vom Konsumgüter-Geschäft. Umsatzsteigerungen sogar im zweistelligen Prozentbereich registrierte der Hersteller dabei in der Region Lateinamerika sowie in Afrika und dem Mittleren Osten.

Im Bereich Aromen fiel das Wachstum mit 4,6 % im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2019 etwas niedriger aus. Besonders hohe Steigerungszahlen zeigten hier die Geschäfte in den Bereichen Gesundheit und Naturstoffe, aber auch Getränke, Molkereiprodukte, Snacks und Süßwaren. Regional war auch hier Lateinamerika führend mit einer Wachstumsrate von 18,6 %. Aber auch einzelne Märkte in anderen Regionen, wie beispielsweise Thailand, Singapur und Spanien, zeigten zweistellige Wachstumsraten. (jg)

 

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