Nicht nur Sauger, sondern rein

Reinigungstechnik für Verpackungsprozesse

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30.09.2019 Verpackungsprozesse in der Pharma- und Lebensmittelindustrie müssen einen anspruchsvollen Spagat schaffen: Prozesssicherheit und Sauberkeit auf der einen, Effizienz und Produktionsperformance auf der anderen Seite.

Entscheider-Facts

  • Neben dem direkten Produktionsbereich schlummern auch in Verpackungsprozessen Kontaminationsgefahren:
  • Die eingesetzte Reinungstechnik muss dabei strengen Vorschriften und Richtlinien genügen.
  • Ein Beispiel dafür sind drei Industriesauger, die sich insbesondere für den Einsatz im Verpackungsbereich eignen.
1 Nilfisk-Anwendung-Packaging

Bilder: Nilfisk

Umso wichtiger ist es, die notwendige Reinigungstechnik optimal auf die individuellen Gegebenheiten abzustimmen. Dabei gilt es auch eine Reihe von Richtlinien und Gesetzen zu beachten: ISO, HACCP oder GMP – Unternehmen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sind mit solchen Abkürzungen vertraut. Sie stehen für eine Vielzahl von Konzepten, nationalen Gesetzen, EU-Richtlinien und Industriestandards, an die es sich zu halten gilt. Verschiedene Faktoren wie Keimbelastung, Explosionsgefahr oder Qualitätssicherung werden dabei nach transparenten Kriterien überprüft und reguliert. Prozesssicherheit ist hierbei meist das entscheidende Stichwort.

Richtlinien sollen Gesundheitsrisiken ausschließen

HACCP- und GMP-Richtlinien sorgen dafür, dass nur Produkte auf den Markt kommen, die höchsten Standards genügen und keinesfalls ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucher darstellen. Sinn und Zweck des HACCP-Konzepts (Hazard Analysis and Critical Control Points) ist die Prävention: Wurden bestimmte Gefahrenquellen entlang der Wertschöpfung erkannt, lassen sich entsprechende, kritische Kontrollpunkte ableiten. Anschließend werden dort bestimmte Grenzwerte, Maßnahmen und Überwachungsverfahren in einem Regelkreislauf festgelegt.Dazu gehört auch die konsequente Reinigung der verschiedenen, risikoträchtigen Bereiche.

GMP wiederum steht für Good Manufacturing Practices, also eine gute Herstellungspraxis. Darunter versteht man Richtlinien, die in der Pharma- oder Lebensmittelproduktion dafür sorgen, jegliches Risiko für Verbraucher zu vermeiden. Im Hinnlick auf die eingesetzte Reinigungstechnik bedeutet GMP, dass die Maschinen kein Risiko für Kontamination oder Verunreinigung darstellen dürfen. Dies betrifft vor allem das Design: Alle Oberflächen sowie das eingesetzte Zubehör müssen leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. GMP-Vorgaben führen dazu, dass alle Maschinenteile glatte Oberflächen und möglichst keine Kanten aufweisen sollten, in denen sich Schmutz und Staub ansammeln können. Wenn zusammengesetzte Teile vorhanden sind, muss sich das Zubehör leicht abnehmen lassen.

Heftausgabe: Oktober 2019
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Über den Autor

Jörg Wolf, Produktmanagement Saugsysteme DACH bei Nilfisk
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