Steigende Nachfrage

Heraeus erweitert Produktionskapazitäten für platinhaltige Wirkstoffe

17.07.2018 Der Wirkstoffhersteller Heraeus Ingredients baut seine Produktionslinie für platinhaltige hochaktive pharmazeutische Wirkstoffe (Pt-hAPIs) aus. Damit reagiert der Konzern auf die weltweit steigende Nachfrage nach Produkten für die Krebsbehandlung.

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Carboplatin ist ein wichtiger platinhaltiger pharmazeutischer Wirkstoff für die Chemotherapie. (Bild: Haraeus)

Carboplatin ist ein wichtiger platinhaltiger pharmazeutischer Wirkstoff für die Chemotherapie. (Bild: Haraeus)

Der Ausbau der Produktionslinie am Firmensitz in Hanau hat bereits begonnen. Ab dem Jahr 2020 soll die neue Fertigungsstraße ihre volle Produktionskapazität erreichen und die gestiegene Nachfrage abdecken können: „Wir freuen uns, dass die Arbeiten am Standort begonnen haben und wir sehr schnell auf die steigende Nachfrage reagieren können“, erklärt Marcus Hannakam, Leiter des Geschäftsbereichs Pharmaceutical Ingredients.

Millioneninvestition für Marktführung

Mit dem Ausbau will das Unternehmen außerdem seinen Marktanteil weiter steigern: „Mit der Millioneninvestition stärkt Heraeus seine weltweite Marktführung in diesem Bereich und unterstreicht die lange Firmentradition mit Edelmetallen für höchste Qualitätsansprüche“, so Hannakam. Heraeus Pharmaceutical Ingredients, ein Geschäftsbereich von Heraeus Precious Metals, ist der weltweit führende Anbieter von platinhaltigen hochaktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (Pt-hAPIs), die Schlüsselverbindungen in der Chemotherapie verschiedener Krebserkrankungen darstellen.

Pt-hAPIs sind insbesondere in Kombinationstherapien von großer Bedeutung und werden unter anderem zur Bekämpfung von Lungen-, Dickdarm-, Eierstock- und Hodenkrebs eingesetzt. Der Bedarf an Pt-hAPIs in der Krebsbehandlung steigt aus verschiedenen Gründen: Der demografische Wandel führt zu immer mehr Krebserkrankungen, gleichzeitig verbessert sich der Zugang von Schwellenländern zu Chemotherapien. Außerdem werden Pt-hAPIs wie Carboplatin immer häufiger in Kombinationstherapien eingesetzt. Folglich stößt die derzeitige Marktabdeckung an ihre Grenzen, wovon nicht nur die Pharmaindustrie, sondern das gesamte Gesundheitswesen betroffen ist. (ak)

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