Barriereeigenschaften von Papiersäcken für Lebensmittel

Intelligente Lagen

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

09.03.2018 Papiersäcke bieten aufgrund ihrer Reiß- und Standfestigkeit hohen Produktschutz für pulverförmige Nahrungsmittel wie Zucker, Stärke, Milchpulver oder Gewürze.

Anzeige

Entscheider-Facts für Einkäufer und Betreiber

  • Sperrschichten aus Kunststoff geben Papiersäcken die Stabilität und notwendigen Barriereeigenschaften, um als Verpackung für verschiedene Lebensmittel geeignet zu sein.
  • Je nach gewähltem Material und Stärke lassen sich die Eigenschaften der Barrierefolie auf das jeweilige Produkt maßgeschneidert anpassen. Wasser-, sauerstoff- und aromadichte Verpackungen sind möglich.
  • Geeignete Klebetechnik ergänzt die Produktion dichter Verpackungen für pulvrige Produkte. Auch im Verbund aus Papier und Kunststoff hergestellte Verpackungen lassen sich recyclen.
Papiersäcke erfüllen höchste Anforderungen an Hygiene_Copyright_GemPSI_preview

Papiersäcke sind das Verpackungsmittel der Wahl für viele pulvrige Lebensmittel.

Mit dem Einsatz sogenannter Sperrschichten sorgt der Verein Gemeinschaft Papiersackindustrie (Gempsi) zusätzlich dafür, dass die Produktqualität nicht von äußeren Einflüssen wie fremden Aromen oder Feuchtigkeit beeinträchtigt wird.

„Sperrschichten sind Kunststofffolien, die im Papiersack eingesetzt werden, um das Produkt vor dem Eintritt von Gerüchen, Sauerstoff, Wasserdampf und Feuchtigkeit zu schützen“, erklärt GemPSI-Mitglied Norbert Feldmann. „Als Papiersackhersteller haben wir verschiedene Möglichkeiten, die Sperrschicht in die Sackkonstruktion zu integrieren – als Beschichtung einer Papierlage, als Bahnfolie oder als Schlauchfoliensack.“ Letztendlich bestimmen immer die individuellen Anforderungen des zu verpackenden Produkts sowie die Vorgaben der Kunden, welche Folie und welche Konstruktion zum Einsatz kommen. Dabei gilt: Das Papier sorgt für den nötigen Schutz vor mechanischen Belastungen, die ein Foliensack alleine nicht erreichen kann.

 

Konstruktion auf das Produkt abgestimmt

Eine Beschichtung lässt sich sowohl an der inneren Papierlage, als Zwischenlage oder auf der äußeren Papierlage anbringen. Bei der ersten Variante kommt das Produkt direkt mit der Barriereschicht in Berührung. Wird die Beschichtung nach außen gelegt, so verhindert sie, dass die äußere Papierlage durch Feuchtigkeit beschädigt wird – und verleiht dem Papiersack zusätzlich Glanz. Das verursacht ein neues Erscheinungsbild, was für Marketingzwecke interessant sein kann. Positiver Aspekt für die Nachhaltigkeit: Trotz Beschichtungen lässt sich der Papiersack recyceln. Eine Bahnfolie wird in der Regel zwischen der äußeren und inneren Papierlage eingearbeitet.
Wenn der Papiersack besonders dicht sein muss, kommen eine besondere Klebe-Technik sowie Spezialklebstoffe zum Einsatz. Dies schließt die Luft-Kanäle an den Stellen im Ventil-/Standbodenbereich, an denen eine oder mehrere Lagen gefaltet sind. So kann pulvriges Füllgut nicht von innen nach außen und Wasserdampf nicht in den Sack eintreten. Diese Klebetechnik lässt sich mit den Vorteilen des Ventil-Papiersackes kombinieren, der sich vollautomatisch, hygienisch und in hoher Geschwindigkeit abfüllen lässt.

„Verpackt man Produkte, die eine absolute Dichtigkeit erfordern, zum Beispiel aufgrund hoher hygienischer Voraussetzungen, setzt man die Barrierefolie als Schlauchinnensack – sogenannter Inliner – ein“, so Feldmann. Der Boden des Foliensacks wird bei der Papiersackherstellung und die obere Seite (Füllrand) nach der Abfüllung durch den Kunden verschweißt. So entsteht ein absolut dichter Folieninnensack, der im Ganzen aus der stabilen Transportverpackung Papiersack entnommen und in Reinräumen weiterverarbeitet werden kann.

Heftausgabe: März 2018
Seite:
Anzeige

Über den Autor

Presseartikel der Gemeinschaft Papiersackindustrie
Loader-Icon