Transparenz rauf, Energiekosten runter

Internet der Dinge hilft, Energiekosten zu reduzieren

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03.09.2019 Komplexe Betriebsumgebungen, aber kaum Echtzeit-Informationen: Terminals, Raffinerien und Chemiewerke sind in Sachen Energieumsatz nur selten transparent. Per Sensorik und Software im industriellen Internet der Dinge erhalten Anlagenbetreiber nun Einblick in ihre betrieblichen Abläufe – die Voraussetzung für eine weitgehende Energieoptimierung.

Entscheider-Facts

  • Energiekosten zu senken, ist eines der wichtigsten Ziele von Betreibern großer verfahrenstechnischer Anlagen.
  • Häufig stehen in den Betrieben die Informationen über den Energiebedarf einzelner Maschinen nicht in Echtzeit zur Verfügung.
  • Der Einsatz digitaler Modelle, KI und Machine Learning ermöglicht es, den Energieeinsatz in Echtzeit zu bilanzieren.
  • Im Praxiseinsatz konnten so deutliche Einsparungen erzielt werden.
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Lastspitzen sind teuer. Das industrielle Internet der Dinge in Verbindung mit
Machine Learning und KI ermöglicht es, Einsparpotenziale zu erschließen.
Bild: fototrm12
− AdobeStock

Gerade im Midstream- und Downstream-Geschäft der Öl- und Gasindustrie, aber auch in der Chemie steht die Reduzierung des Energiebedarfs ganz oben auf der Agenda aller Unternehmen. In einer Branche mit derart vielen Randbedingungen und Variablen, die noch dazu im großen Umfang veraltete Ausrüstung nutzt, gestaltet sich die Energieoptimierung jedoch häufig recht schwierig.

In einer typischen Prozessanlage laufen zahlreiche komplexe Prozesse und Verfahren zeitlich parallel. Viele Anwender können nicht beziffern, welche Betriebsmittel oder Ausrüstungsteile welche Menge an Energie verbrauchen. Aber noch entscheidender: Sie wissen nicht, welche Vorgänge, beispielsweise das Aufheizen, wie viel Energie verbrauchen. Ohne diese Mindestinformationen lässt sich kaum ermitteln, mit welchen Maßnahmen der Energiebedarf reduziert werden kann. Eine weitere Herausforderung sind Schwankungen im Energiebedarf und die Fähigkeit, in diesen Fällen die kostengünstigste Energiequelle auszuwählen. Somit bergen Prozessanlagen ein hohes Potenzial für Kosteneinsparungen.

Heftausgabe: September 2019
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Über den Autor

Jane Ren, CEO Atomiton
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