Übernahme-Spekulationen

Johnson & Johnson steigt aus Pfizer-Bieterwettstreit aus

26.01.2018 Der Pharma-Riese Pfizer will sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten verkaufen. Der finanzkräftigste Übernahmekandidat, der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson, hat nun sein angebliches Interesse an der Sparte dementiert.

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Pfizer mit leichten Verlusten im 3. Quartal

Rezeptfreie Medikamente von Pfizer könnten bald aus einem anderen Haus stammen – Johnson & Johnson hat sein Interesse an dem Geschäftsbereich aber bestritten. (Bild: RRF – Fotolia.com)

„Während wir uns normalerweise nicht zu Marktspekulationen oder Gerüchten äußern, weisen wir in diesem Fall Behauptungen zurück, dass wir uns in Verhandlungen für das Pfizer-Geschäft befinden“, zitiert das Handelsblatt einen Sprecher von Johnson & Johnson. Damit verbleiben unter den aussichtsreichen Mitbietern die Konzerne Glaxo Smith Kline sowie Reckitt Benckiser. Bis zum 1. Februar 2018 sollen die Angebote auf dem Tisch liegen.

Pfizer erwartet angeblich mindestens 20 Mrd. US-Dollar für seine Over-the-counter-Sparte. Allerdings erklärte der Konzern, der Verkauf stehe noch nicht fest, eine Entscheidung solle aber in diesem Jahr fallen. Teile dieses Geschäftsbereichs hatte Pfizer bereits 2006 für 16,6 Mrd. US-Dollar an Johnson & Johnson abgetreten. Der Konzern galt daher als naheliegender Käufer für das restliche rezeptfreie Geschäft.

Auch Nestlé galt zunächst als Interessent für die Pfizer-Sparte, will aber nun wohl einen ähnlichen Geschäftsbereich von Merck übernehmen.

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