flexibilität ist trumpf

Kennzeichnungstechnik in der Biotechnologie

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04.09.2009 Miltenyi Biotec ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich der Trennung und Analyse von Zellen. Bei der Kennzeichnung von Präseparationsfiltern, abgepackt in Blisterverpackungen, setzt man auf thermische Inkjet-Codierer Compactline 2.5. Die Systeme zeichnen sich unter anderem durch besonders saubere Handhabung und sehr gute Druckqualität aus.

Entscheider-Facts


  • Die Compactline 2.5-Codierer erfüllen die Anforderungen zum Einsatz in der Biotechnologie. Bei Miltenyi Biotec müssen sie sogar die Sterilisation in einem Gassterilisator überstehen.
  • Mit einer Auflösung von bis zu 600dpi werden je nach Compactline-Systemtyp alle saugfähigen oder glatten Materialien bedruckt.
  • Je nach Bedarf lassen sich mit dieser Drucktechnik Produktnamen und -beschreibungen, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Barcodes, Grafiken und vieles mehr in einer Schriftgröße bis 12,5mm bei einem Druckkopf bzw. bis 50 mm bei vier angeschlossenen Druckköpfen drucken.
  • Das System ist unter anderem auch in der Lage, den anspruchsvollen Datamatrix-Code ECC 200 zu drucken.



Ökologische Prinzipien im Pharma Packaging:
  • Abfallvermeidung und Verwertung,
  • Reduzieren von Energie- und Wasserverbrauch,
  • Optimieren von Transporten,
  • umweltfreundliches Beschaffen,
  • Effizienz- und Suffizienzsteigerung,
  • CO2-optimierte Produktionsprogramme sowie
  • synergetische Abstimmung von Grafik, Struktur sowie Material- und Finishing-Design.



  • Die Compactline 2.5-Codierer erfüllen die Anforderungen zum Einsatz in der Biotechnologie. Bei Miltenyi Biotec müssen sie sogar die Sterilisation in einem Gassterilisator überstehen.
  • Mit einer Auflösung von bis zu 600dpi werden je nach Compactline-Systemtyp alle saugfähigen oder glatten Materialien bedruckt.
  • Je nach Bedarf lassen sich mit dieser Drucktechnik Produktnamen und -beschreibungen, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Barcodes, Grafiken und vieles mehr in einer Schriftgröße bis 12,5mm bei einem Druckkopf bzw. bis 50 mm bei vier angeschlossenen Druckköpfen drucken.
  • Das System ist unter anderem auch in der Lage, den anspruchsvollen Datamatrix-Code ECC 200 zu drucken.



Ökologische Prinzipien im Pharma Packaging:
  • Abfallvermeidung und Verwertung,
  • Reduzieren von Energie- und Wasserverbrauch,
  • Optimieren von Transporten,
  • umweltfreundliches Beschaffen,
  • Effizienz- und Suffizienzsteigerung,
  • CO2-optimierte Produktionsprogramme sowie
  • synergetische Abstimmung von Grafik, Struktur sowie Material- und Finishing-Design.

In den 10 Jahren, in denen ich bei Miltenyi Biotec beschäftigt bin, sind wir um den Faktor 7 gewachsen“, so Jörg Neißer, Projektmanager bei dem in Bergisch Gladbach ansässigen Biotech-Unternehmen. „Seinerzeit waren wir 150 Leute, heute sind es 1100 Mitarbeiter weltweit, und trotz regelmäßiger Neubauten platzen wir aus allen Nähten.“ Was Jörg Neißer hier beschreibt, ist die rasante Entwicklung von einer ehemaligen Garagenfirma hin zu einem Weltunternehmen mit zahlreichen Patenten und Innovationen.

Begonnen hat alles Mitte der 80er, als Stefan Miltenyi im Rahmen seiner Diplomarbeit ein Verfahren entwickelt hat, um einerseits Zellen mit einem Eisen-Ion zu markieren und diese markierten Zellen dann mithilfe magnetischer Zellseparation herauszufiltern.

Erfolgreiche Zellforschung

Ausgesuchten Zellen können bestimmte Antikörper mit genau definierten Eigenschaften angeheftet werden – ein wahrer Segen für viele Bereiche der Medizin und der biotechnischen Forschung. So ist beispielsweise bei einem krebskranken Menschen die Markierung und die Entnahme von gesunden Stammzellen möglich. Diese Zellkulturen werden dann in Nährflüssigkeiten „geparkt“. Bedingt durch Medikamente und Chemotherapien werden als Nebenwirkung leider viele Stammzellen im Körper geschädigt. Diese geschädigten Zellen können dann durch die vorher entnommenen „gesunden“ Zellen wieder unterstützt werden.

Zur praktischen Umsetzung dieser hochkomplexen Verfahren hat Miltenyi Biotec eigene Produktionsanlagen konzipiert. In Bergisch Gladbach sind mehr als 30% der Belegschaft im Bereich Forschung und Entwicklung tätig und entwickeln diese Techniken immer weiter.

Hohe Anforderungen an die Kennzeichnungstechnik

Eines der Hauptprodukte von Miltenyi Biotec sind sogenannte Präseparationsfilter. Das sind kleine Kunststoffröhrchen, die mit mikroskopisch kleinen Metallkügelchen gefüllt sind. An diesen Metallkügelchen werden später die Zellen vorbeigeleitet. Ein angelegtes Magnetfeld filtert die zuvor mit dem Eisen-Ion markierten Zellen heraus. Diese sogenannten Microbeads haben eine Größe von 50nm, das entspricht etwa der Größe eines Virus und sind um ein Vielfaches kleiner als eine Körperzelle.

Die Herstellung dieser Säulen muss selbstverständlich bei Reinraumbedingungen unter höchsten hygienischen Auflagen erfolgen. Diesen Auflagen müssen sich auch die gesamten Produktionstechniken und natürlich auch die Produktkennzeichnung fügen. Hierzu nochmals Jörg Neißer: „Auf einer Messe sind wir auf die Compactline 2.5-Codierer aufmerksam geworden. Schnell war klar, dass diese Systeme genau unsere Anforderungen erfüllen.“

Bemerkenswerte Drucktechnologie

Der Compactline 2.5 arbeitet mit der lizenzierten Tintenkartuschen-Drucktechnologie von Hewlett Packard. Die Tinten sind wasserbasiert und äußerst robust. Bei Miltenyi Biotec müssen sie sogar die Sterilisation in einem Gassterilisator überstehen. Auch die Druckqualität ist immer sehr gut, wird doch bei jedem Tintenkartuschenwechsel ein frischer Druckkopf eingesetzt. So steht quasi immer ein neuer Drucker zur Verfügung.

Mit einer Auflösung von 600dpi werden je nach Compactline-Systemtyp alle saugfähigen oder glatten Materialien bedruckt. Die Tinte steht in den Tintenkanälen der Druckerpatrone an, wobei ihre eigene Viskosität ein Auslaufen verhindert. Hinter jeder Düsenöffnung ist ein Heizelement angebracht, das blitzschnell eine Dampfblase erzeugt, sobald ein Strom angelegt wird. Diese Dampfblase gibt der Tinte zwischen Heizelement und Düsenöffnung einen Impuls. Dadurch schießt eine definierte Menge an Tinte aus der Düse und zieht beim Zurückziehen eine entsprechende Menge aus dem Vorratsbehälter nach – der Vorgang kann erneut beginnen.
Je nach Bedarf lassen sich mit dieser Drucktechnik Produktnamen und -beschreibungen, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Barcodes, Grafiken und vieles mehr in einer Schriftgröße bis 12,5mm drucken. Schließt man einen zweiten Druckkopf an den Controller an, so kann das Druckbild bis zu 25mm hoch sein. Übrigens: Die höhere Systemklasse des CL 2.5, der Compactline 3.0, kann sogar mit acht Köpfen bis zu 100mm schreiben.
Immer wichtiger bei umfangreicheren Codieraufgaben werden sogenannte zweidimensionale Codes, können sie doch auf kleinster Fläche ein Vielfaches mehr an Informationen verschlüsseln als herkömmliche Barcodes. Um diesen noch anspruchsvolleren Codieraufgaben gerecht zu werden, ist das System in der Lage, unter anderem auch den Datamatrix-Code ECC 200 zu drucken. Soll ein Produkt an zwei Seiten gekennzeichnet werden, zum Beispiel an der Seite und auf dem Kopf? Mit dem Compactline 2.5 kein Problem. Die beiden Druckköpfe können unabhängig voneinander angesteuert werden und die Kennzeichnung vor- und rückwärts aufbringen.

Quertraverse für mehr Leistung

Hier bei Miltenyi Biotec hat man den beiden Druckköpfen des Systems eine neue Aufgabe zugewiesen. In der Verpackungsmaschine für die Präseparationsfilter werden taktweise immer vierzehn Separationssäulen in Blister eingeschweißt. Über die Verpackungslinie hat Jörg Neißer eine verfahrbare Quertraverse installiert, an der die beiden Druckköpfe hin- und herfahren. Somit können gleichzeitig zwei mal sieben Blisterverpackungen beschrieben werden. Jede Verpackung enthält neben dem Produktnamen eine Chargenkennzeichnung und die Materialnummer.

Die Daten erhält der Compactline 2.5 über einen angeschlossenen PC. Für die Zukunft plant Jörg Neißer jetzt schon weitere Verbesserungsschritte. Dazu erzählt er: „Die Steuerung der Anlage soll noch weiter vereinfacht und über Barcodes gesteuert werden. Der Mitarbeiter soll nur noch einen Barcode abscannen und die ganze Anlage sich entsprechend umstellen. Auch der Drucker erhält auf diese Weise neue Informationen, die er dann automatisch in Drucktexte umwandeln kann.“

Bei Miltenyi Biotec hat das System neue Möglichkeiten der Kennzeichnung aufgezeigt. Der Platz für die nächste Produktionsanlage ist schon reserviert.

Der Compactline 2.5 arbeitet mit der Tintenkartuschen-Drucktechnologie; die Tinten sind wasserbasiert und äußerst robust
Mit einer Auflösung von 600dpi werden je nach Compactline-Systemtyp alle saugfähigen oder glatten Materialien bedruckt

Heftausgabe: September 2009
Selma Kürten-Kreibohm , Redakteurin Bluhm Systeme

Über den Autor

Selma Kürten-Kreibohm , Redakteurin Bluhm Systeme

Selma Kürten-Kreibohm , Redakteurin Bluhm Systeme

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