Kommunizieren ist Gold

Kommunikation und Krisenmanagement bei höherer Gewalt

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29.08.2019 Höhere Gewalt kann viele Ursachen haben: So führte beispielsweise das Niedrigwasser im vergangenen Sommer zu Lieferengpässen und Produktionsschwierigkeiten. Wie geht man mit einem solchen Fall von höherer Gewalt oder Force Majeure um? Wie kann man sich darauf vorbereiten?

Entscheider-Facts

Force Majeure ist ein Krisenfall, der ein Unternehmen allen Vorbeugemaßnahmen zum Trotz ereilen kann. Aus der Force Majeure ergeben sich nicht nur Haftungsfragen hinsichtlich der Leistungserbringung. Beim Krisenmanagement kommt es auch auf die Informationspflicht gegenüber den Kunden an.
3D Kontakt Würfel  schwarzer Hintergrund

Lieferengpässe aufgrund niedriger Pegel auf den
Wasserstraßen sind ein typisches Beispiel, das dazu führen kann, dass Unternehmen „Force Majeure“ erklären müssen.
Bild: fotomek − AdobeStock

Hinter Force Majeure, einem Begriff, der so unscheinbar und schon fast charmant französisch klingt, verbirgt sich ein Krisenfall, der ein Unternehmen oder eine Institution allen Vorbeugemaßnahmen zum Trotz ereilen kann.

Umgangssprachlich bekannt als „höhere Gewalt“ umfasst der Begriff jegliche Naturkatastrophen wie z. B. Erdbeben, Überschwemmungen, Unwetter oder Vulkanausbrüche, aber auch Brände, Bürgerkriege, Geiselnahmen und Sabotagen. Das ist lediglich ein Auszug aus einer langen Liste von möglichen Ereignissen, die unvorhergesehen und ohne Ihr eigenes Verschulden die Produktionskette im Betrieb unterbrechen können. Sie können ein Unternehmen unerwartet nicht nur in Lieferschwierigkeiten bringen, sondern im Extremfall in seiner Existenz bedrohen. Auch Verkehrsunfälle, Terrorismus oder unter bestimmten juristischen Voraussetzungen Streiks fallen in die Force-Majeure-Kategorie. In der global vernetzten Wirtschaft, sind die Auswirkungen nicht nur in der unmittelbar betroffenen Region oder einem einzelnen Unternehmen spürbar. Störungen können alle Akteure innerhalb der Wertschöpfungskette betreffen, vom Hersteller über Zulieferbetriebe bis zum Endverbraucher.

Heftausgabe: September 2019
Seite:
Marina Korogodska, Kommunikation,  Dechema

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Marina Korogodska, Kommunikation, Dechema
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