Selbstkalibrierende Temperaturmessstellen in der Pharmaindustrie

Kontrolle ist gut – Selbstkontrolle ist besser

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Das Referenzelement – eine speziell entwickelte Keramikzelle – nutzt einen physikalischen Fixpunkt auf Basis der Curie-Temperatur und ermöglicht eine direkte automatisierte Inline-Kalibrierung des Primärsensors. (Bilder: Endress+Hauser)

Verifikation und Dokumentation der Messstelle im laufenden Prozess

Die integrierte intelligente Transmitterelektronik verfügt über vielfältige permanente Prozess- und Diagnosefunktionen, die gemäß der Namur-Empfehlung NE107 kategorisiert, und via Hart-Kommunikation übermittelt werden. Frei programmierbare Limit- und Alarmwerte bieten Kontrolle, Sicherheit und Prozesstransparenz. Zudem werden Statussignale über die im Gerät inte-grierte LED vor Ort signalisiert. Die Messstelle kann ohne Prozessunterbrechung im eingebauten Zustand jederzeit verifiziert und dokumentiert werden. Neben der automatisierten Kalibrierung an sich werden die Daten der letzten 350 Kalibrierungen direkt im Gerät gespeichert. Dadurch kann auf eine langfristige Geräte- und Prozesshistorie zurückgegriffen werden, welche als Grundlage für eine frühzeitige Trendermittlung und Prädikation nutzbar ist.
Dieses unter der Marke „Heartbeat Technology“ geführte Diagnose- und Prüfkonzept erlaubt einen kosteneffektiven und sicheren Anlagenbetrieb während des gesamten Lebenszyklus, indem es Diagnose-, Verifikations- und Monitoringfunktionen sinnvoll kombiniert. Damit ist das Gerät bestens gerüstet für die
Industrie 4.0.

Audit-sicheres Kalibrierprotokoll

Die Technologie ermöglicht erstmals einen Sensor, der eine prozessabhängige automatische Inline-Kalibrierung in sehr kurzen Kalibrierintervallen ermöglicht. Erstmals stehen auch Audit-konforme Kalibrierdaten für eine
lückenlose Dokumentation jederzeit zur Verfügung: Für die Ausgabe eines gültigen Kalibrierzertifikats genügt künftig ein Mausklick (z.B. mit der Fieldcare-Software).
Der Sensor schließt bereits zahlreiche Fehlerquellen im Vorfeld aus und erhöht damit automatisch die Prozesssicherheit, die letztendlich die Forderung der gleichbleibenden Produktqualität unterstützt. Unter der Voraussetzung, dass die GMP-Anforderungen eingehalten werden, spricht dies klar für einen Einsatz der Technologie im pharmazeutischen regulierten Umfeld. Sie hilft außerdem dabei, sowohl den Aufwand, die Kosten als auch das Risiko maßgeblich zu senken, und gleichzeitig die Anlagenverfügbarkeit zu steigern.

Lounges 2018, Stand C1.9

Heftausgabe: Februar 2018
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Amar Benhacine ist Manager Marketing Communications bei Endress+Hauser Wetzer

Über den Autor

Amar Benhacine ist Manager Marketing Communications bei Endress+Hauser Wetzer
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