Antikörper-Konjugate

Lonza weiht Biopharma-Anlage am Standort Visp ein

06.11.2020 Am Schweizer Standort Visp hat der Pharmakonzern Lonza eine Anlage zur Produktion von Linker-Molekülen für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC) eingeweiht. Die Anlage produziert hochwirksame Produkte mit Arbeitsplatzgrenzwerten bis 1 ng/m3 und ergänzt die Full-Service-Kapazität für HAPI vom Labormassstab bis zu einer Grössenordnung von 10 m3.

Mit dieser Erweiterung verdeutlicht der Lohn-Entwickler und -Hersteller Lonza seine strategische Position von ADC im Portfolio, wobei das Unternehmen alle Komponenten dieser zunehmend an Bedeutung gewinnenden Krebsbehandlungen entwickelt und produziert: zytotoxische Payloads, Antikörper und die erforderlichen Linker an einem Standort. Aufgrund der COVID-19-Massnahmen wurde die Eröffnung als virtuelle Eröffnungszeremonie abgehalten, bei der mehrere Standorte von Kunden und von Lonza weltweit elektronisch miteinander verbunden waren, nachdem die erste Prozessvalidierung erfolgreich abgeschlossen wurde und die Produktion zur Bereitstellung auf dem Markt begonnen hat.

Know-how für die Produktion unter Containment

Die erste der beiden hochmodernen HPAPI-Anlagen unterstützt einen globalen biopharmazeutischen Partner, indem sie dessen langfristige Versorgung mit hochwirksamen ADC-Payloads sicherstellt. Die Anlage ist seit März dieses Jahres in Betrieb. Eine zweite Anlage wird Anfang nächsten Jahres anderen Kunden für ähnliche Entwicklungs- und Herstellungsprogramme für HPAPI und Payloads zur Verfügung stehen. Durch diese neuen Anlagen werden die Möglichkeiten für Unternehmen erweitert, die API mit noch höherer Wirksamkeit entwickeln. Sie dienen der Verstärkung von Lonzas Fähigkeiten in der Bereitstellung voll skalierbarer HPAPI- und ADC-Lösungen vom Labor bis zur Kommerzialisierung. Dadurch werden die beschleunigten Zeitpläne unterstützt, die viele Arzneimittelprogramme in dieser Kategorie erfordern.

Häufigste Indikation in der Biopharmazie

“Die Versorgung durch die Anlage ist von entscheidender Bedeutung“, betont Maurits Janssen, Strategic Business Development Small Molecules, Lonza. „Indem wir einen unserer globalen Partner aus dem Bereich Onkologie unterstützen, machen wir die Behandlung vieler Krebspatienten möglich. Die Onkologie ist nach wie vor die häufigste Indikation in der Biopharmazie und ein bestimmender Treiber für hochwirksame Wirkstoffe wie Antikörper-Wirkstoff-Konjugate. Wir bauen weiterhin Fähigkeiten und Kapazitäten auf, um den Entwicklungs- und Produktionsbedarf unserer Partner in diesem Bereich zu decken und der steigenden Nachfrage gerecht zu werden.”

“Diese Partnerschaft ist ein grossartiges Beispiel dafür, wie wir in der frühen und kommerziellen Phase tätige biopharmazeutische Unternehmen durch Innovationen in der Produktionstechnologie und flexible Geschäftsmodelle unterstützen können“, führt Gordon Bates, President Small Molecules bei Lonza, aus. „Unsere Kunden, die hochwirksame und zunehmend komplexe Medikamente entwickeln, brauchen einen Partner, dem sie bezüglich der Behandlung dieser toxischen Substanzen während des gesamten Lebenszyklus vertrauen können. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass er sowohl für die klinische als auch die kommerzielle Bereitstellung ihren Anforderungen entsprechend liefert. Unser Partner hat den Nutzen erkannt, den eine Bündelung des Know-hows in den Bereichen Biologika und Chemie an einem Standort bietet, und wir haben durch diese Investition unsere Zusammenarbeit ausgeweitet.” (ak)

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