Auf die Klappe kommt es an

Luftabsperrklappen sichern Containment von Isolatoren

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

12.02.2019 Dass ein Isolator absolut dicht sein muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Um dies sicherzustellen, kommt es auf die eingesetzten Luftabsperrklappen an. Doch diese müssen noch mehr können: Von der Klappe hängt zudem ab, ob die Abläufe im Isolator reibungslos vonstatten gehen.

Anzeige

Entscheider-Facts Für Planer und Betreiber

  • Luftabsperrklappen stellen in Isolatoren den gasdichten Betrieb sicher.
  • Bei der Auswahl kommt es nicht nur auf die Anwendung an, sondern spielen auch Bedürfnisse wie in der Dichtheitskontrolle oder das Handling eine wichtige Rolle.
  • Die Luftabsperrklappe muss aus Operator-Sicht dazu beitragen, dass beim Arbeiten in Insolatoren reibungslose Abläufe entstehen.
RAPIDO mit BELIMO Gestänge.png_preview

Luftabsperrklappen erfüllen in Isolatoren eine zentrale Funktion. Im Bild: Klappe Rapido mit Antrieb Belimo. (Bilder: Rico)

Bei der Anwendung von Isolatoren, die häufig in Anlagen zur Herstellung von Pharmazeutika eingesetzt werden, ist die Abschottung bestimmter Bereiche notwendig. Sie sind gegenüber dem umgebenden Arbeitsraum hermetisch und gasdicht abgeschlossen. Damit herrscht eine zur Bearbeitung empfindlicher oder gefährlicher Stoffe definierte Atmosphäre vor, wobei die Stoffe den Arbeitsbereich nicht verlassen dürfen. Wichtig ist zudem, dass von außen weder Keime noch Bakterien in den reinen Bereich eindringen, welche das verarbeitete Produkt kontaminieren könnten.

Häufig handelt es sich um Containment-Lösungen für aseptische oder toxische Prozesse, welche ihren Einsatz zum Beispiel in der Einwiegung, der Abfüllung, dem Be- und Entladen von Gefriertrocknern oder anderen kritischen Abläufen finden. Durch das Isolatorgehäuse wird zwischen dem Bediener und dem Produkt eine Barriere errichtet. Ein innerhalb der Anlagen verbautes Belüftungssystem mitsamt einer kontrollierten Druckregelung erhöht die Sicherheit für Produkt und Anwender. Das Ein- und Ausschleusen von Stoffen erfolgt über sogenannte Mouse holes bzw. über geeignete Transfersysteme. Darüber hinaus verfügen die Anlagen über Zu- und Abluftsysteme, die den Luftstrom reinigen.

 

100 %ige Gasdichtheit gefordert

Vor dem Prozessstart wird bei Isolatoren für aseptische Anwendungen der Isolatorinnenraum inklusive der Einbauten durch ein integriertes Begasungssystem sterilisiert, um optimale Bedingungen für den Pro-duktionsprozess sicherzustellen. Im Zuge dessen ist es essenziell, dass das Gas nicht in die Umgebungsluft gelangt, was eine 100 %ige Gasdichtheit voraussetzt. Hierfür eignet sich sowohl an der Zuluft- als auch an der Abluftseite der Isolatoren die gasdichte Luftabsperrklappe Rapido. Diese kann in unterschiedlichen Nennweiten geliefert werden und ist in der Lage, den Durchfluss von Luft im Lüftungskanal zu steuern bzw. die Leitung zu 100% gasdicht zu verschließen. So ist es möglich, – je nach Anwendungsgebiet – die Ausbreitung gefährlicher Gase, Viren, oder weiterer Medien wirksam einzudämmen.

Die gasdichten Absperrklappen gibt es in unterschiedlichen Ausführungen in Bezug auf Gehäuse, Klappenteller sowie die verwendeten Dichtungsmaterialien. Auch der Antrieb ist je nach Anforderung manuell, pneumatisch oder elektrisch regulierbar. Die runde Absperrklappe zeichnet sich durch ihre kompakte und leichte Bauweise aus und ist entweder mit einer glatten Gehäusefläche oder mit Prüfrille erhältlich. Letztere bietet die Möglichkeit, die Dichtheit der Klappe im eingebauten Zustand mithilfe einer Handpumpe zu testen. Liegt eine Leckage vor, kann durch diese Kontrolle viel Zeit eingespart werden. So lässt sich die 100%ige Dichtheit jederzeit überprüfen. Dabei wird Prüfdruck über eine im Gehäuse eingedrehte Prüfrille aufgebaut. Die am Klappenteller angebrachte Dichtung stellt sicher, dass kein Druck entweichen kann.

RAPIDO PERFEKT Prüfung_preview

Für die Dichtheitsprüfung ist diese Luftabsperrklappe mit einer Prüfrille versehen. (Bilder: Rico)

Wartungsarmer Aufbau, niedriger Verschleiß

Ein weiteres Merkmal ist der sehr geringe Verschleiß, wodurch die Funktion der Klappe sichergestellt ist. Auch anfallende Wartungsarbeiten können schnell und unkompliziert erfolgen, ohne dass längere Betriebsunterbrechungen in Kauf genommen werden müssen.
Grundsätzlich orientieren sich die Kontrollen an den Vorgaben des Lieferanten. Die Klappen werden hierbei regelmäßig und zuverlässig auf Herz und Nieren geprüft. Speziell beim Einsatz in Isolatoranlagen wird die Klappenfunktion häufig überprüft: Im pharmazeutischen Bereich beispielsweise müssen zahlreiche Anlagen vor der Inbetriebnahme einem Drucktest unterzogen werden. Ist dieser nicht erfolgreich, kann der Prozess nicht starten. Wäre etwas undicht, würde dies somit unmittelbar auffallen.

Alles in allem wird mit der gasdichten Luftabsperrklappe eine optimale Voraussetzung für reibungslose Abläufe in Isolatoren bzw. Produktionsanlagen geschaffen, die besonders hohe Ansprüche hinsichtlich der Reinheit und Hygiene aufweisen. Hinzu kommt, dass auch den Mitarbeitern ein hohes Maß an Sicherheit geboten wird, da die zuverlässige Kontrolle der Anlagendichtheit ein Leichtes ist.

Heftausgabe: Februar 2019
Anzeige

Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur der Pharma+Food
Loader-Icon