Von Pillen und Prinzen

Lukratives Geschäft mit Pharmafälschungen

23.10.2014 1.000 USD investieren, 450.000 USD erhalten: Die Renditen sind so traumhaft hoch wie die der Angebote, die ein jeder von uns schon einmal von einem kenianischen Prinzen via Mail erhalten hat. Doof nur, dass ersteres streng verboten, letzteres ein Produkt der Marke „Nepper, Schlepper, Bauernfänger“ ist.

Aber im Ernst: Die obige Gegenüberstellung des Return on Investments zeigt, warum Fälschungen von Pharmaprodukten ein immer größeres Problem sind: Im Vergleich zu anderen Gütern geradezu utopische Gewinnmargen lassen Moral und Anstand vielfach vergessen. Und waren in der Vergangenheit noch vor allem Käufer von Lifestyle-Produkten wie der blaue Wunderpille von Pfizer Opfer krimineller Machenschaften, machten in der jüngsten Zeit immer häufiger Meldungen über Fälschungen von (über)lebenswichtigen Mitteln wie das Krebsmedikament Herceptin die Runde.

Gefahr erkannt – und bald gebannt?
Das Problem ist bereits seit längerem bekannt und auch der Aufmerksamkeit der zuständigen Behörden nicht entgangen. Maßnahmen wie die Richtlinie 2011/62/EU, die einen Erstöffnungsschutz sowie eine Serialisierung der Verpackung vorsieht, sind längst beschlossene Sache und treten schon bald für Pharmazeuten bindend in Kraft. Dass sich auch unsere Redaktion diesem Thema annimmt, wird Ihnen in den vergangenen Ausgaben der Pharma+Food nicht entgangen sein: White Papers, Anwenderartikel sowie Technikbeiträge und nicht zuletzt unsere Vortragsreihe zur Serialisierung auf der diesjährigen Powtech/Technopharm beleuchteten die verschiedenen Aspekte der Thematik. Anfang 2015 wird es dann noch einmal spannend: Bis dahin will die EU die sogenannten delegierten Rechtsakte veröffentlichen, die die genaue Form der Umsetzung der Richtlinie beschreiben. Dies nimmt unsere Redaktion zum Anlass, um Betreiber und Lösungsanbieter nach München zu einer zweitägigen Veranstaltung zu laden. Nähere Details hierzu entnehmen Sie bitte der gegenüberliegenden Seite.[pb]

Hier finden Sie weitere Beiträge zum Thema Serialisierung.

Für die Veranstaltung in München gibt es auch eine eigene Micro-Site.

Heftausgabe: November 2014

Über den Autor

Philip Bittermann, Redaktion
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