Reibungslos im Hygienic Design

Magnetische Getriebemotoren für Lebensmittelprozesse

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30.10.2019 Magnetische Getriebemotoren bieten durch ihre berührungslose Kraftübertragung eine Reihe von Vorteilen gegenüber konventionellen Zahnradgetriebemotoren. Für den Einsatz in Bereichen der Nahrungsmittelproduktion besitzt insbesondere die Schmierstofffreiheit einen hohen Stellenwert.

Entscheider-Facts

  • Magnetische Getriebemotoren arbeiten berührungslos und kommen dadurch verschleißfrei ohne Schmierstoffe aus. Dadurch sind sie für viele Hygieneprozesse eine geeignete Alternative zu Zahnradgetrieben.
  • Aus der langen Lebensdauer, der hohen Effizienz und dem geringen Kontaminationsrisiko der Magnetgetriebemotoren-Technik entstehen deutliche Einsparpotienziale. Hinzu kommen weitreichende Anpassungsmöglichkeiten an spezielle Anforderungen.
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Magnetgetriebemotoren sind geeignete Antriebslösungen für Hygieneanwendungen, die hohe Drehzahlen, hohe Effizienz oder einen
geringen Geräuschpegel erfordern. Bild: Georgii Kobold/Traffic AfWK&D/Can Stock Photo Inc.

Beim Magnetgetriebemotor reduziert sich die Schmierung auf eine lebensmitteltaugliche Wälzlagerschmierung, was das Risiko einer Kontamination der verarbeitenden Lebensmittel minimiert. Je nach Anwendung kann auch eine schmierstofffreie Lagerung eingesetzt werden. Die Magnetgetriebemotoren sind dann komplett schmierstofffrei.

Auslegung magnetischer Getriebe

Vor diesem Hintergrund zeigen die Spezialisten des in Horb ansässigen Unternehmens Georgii Kobold eine Reihe von Antriebs-Lösungen auf, die vom Material über den Aufbau der Oberfläche bis hin zur Reinigung den unterschiedlichen Anforderungen im Hygienic Design gerecht werden, entsprechend EHEDG Kriterien zertifiziert werden können und durch ein Open Design konstruktive Freiheiten ermöglichen.

Magnetische Getriebe von Georgii Kobold lassen sich analog zu Planetenradgetrieben auslegen und einsetzen. So ist durch die geeignete Wahl der Polpaarzahlen und der Anzahl der Modulatorsegmente die Übersetzung exakt definierbar. Magnetische Getriebe weisen hierbei den Vorteil auf, hohe einstufige Übersetzungen, bis zu i≥1:15, realisieren zu können. Die maximale Übersetzung hängt dabei von der Baugröße des Getriebes ab, da die Pole und Modulatorsegmente fertigungstechnisch nicht beliebig klein ausgeführt werden können. Sie sind auch hinsichtlich des übertragbaren Drehmoments skalierbar. Es gilt dabei eine kubische Proportionalität zum Volumen des Getriebes: Verdoppelt sich so das Volumen des Getriebes, verachtfacht sich das übertragbare Drehmoment.

Heftausgabe: November 2019
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Über den Autor

Andreas Vonderschmidt, Georgii Kobold; H. v. Kaltenberg-Neyvern, Traffic AfWK&D
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