„Wir wollen für unsere Wissenschaftler ein Arbeitsumfeld schaffen, das Wachstum und berufliche Weiterentwicklung fördert – also einen Ort, an dem wissbegierige Menschen wachsen und gedeihen können.“ Offensichtlich funktioniert dieses von Merck-Geschäftsführer Kai Beckmann vorgegebene Ziel, denn als bester Deutscher im Ranking verbessern sich die Darmstädter von Platz 17 auf Platz 11. (Bild: Merck)

„Wir wollen für unsere Wissenschaftler ein Arbeitsumfeld schaffen, das Wachstum und berufliche Weiterentwicklung fördert – also einen Ort, an dem wissbegierige Menschen wachsen und gedeihen können.“ Offensichtlich funktioniert dieses von Merck-Geschäftsführer Kai Beckmann vorgegebene Ziel, denn als bester Deutscher im Ranking verbessern sich die Darmstädter von Platz 17 auf Platz 11. (Bild: Merck)

Merck baut Allianz mit Roche aus

Merck, Darmstadt, verkauft sein Consumer Health Geschäft für 3,4 Mrd. Euro an Procter & Gamble. (Bild: Merck)

Das Consumer Health-Geschäft von Merck steht für einen Jahresumsatz von 911 Mio. (2017) Euro, Procter & Gamble will dafür rund 3,4 Mrd. Euro bezahlen. Im Zeitraum 2015 bis 2017 wuchs der Nettoumsatz von Consumer Health organisch um 6 % und lag damit über dem Gesamtmarktwachstum von 4 % im selben Zeitraum. Der Vollzug der Transaktion wird zum Ende des vierten Quartals 2018 erwartet. Merck will den Nettoerlös in erster Linie zum Schuldenabbau nutzen. Gleichzeitig, so das Unternehmen in einer Presseerklärung, erhöht sich durch den Verkauf die Flexibilität, um die bestehenden drei Unternehmensbereiche weiter zu stärken.

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Merck-CEO Oschmann: „Der Verkauf des Consumer-Health-Geschäfts ist ein wichtiger Schritt in der strategischen Ausrichtung von Merck auf innovationsgetriebene Geschäfte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials." (Bild: Merck)

„Der Verkauf des Consumer-Health-Geschäfts ist ein wichtiger Schritt in der strategischen Ausrichtung von Merck auf innovationsgetriebene Geschäfte in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Das ist ein klarer Beleg dafür, dass wir unser Portfolio als führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen aktiv gestalten. Die attraktive Bewertung spiegelt den hohen Wert von Consumer Health wider und belegt die positive Entwicklung des Geschäfts“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck.

Prockter & Gamble erhofft sich Umsatz- und Gewinnwachstum

„Mit seinen führenden Marken und großartigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergänzt und stärkt das Consumer-Health-Geschäft von Merck unser Personal Health Care Geschäft in hervorragender Weise“, sagte Tom Finn, President, P&G Global Personal Health Care. „Die Akquisition hilft uns dabei, das Umsatz- und Gewinnwachstum von P&G weiter voranzutreiben. Gleichzeitig versetzt uns dieser Schritt in die Lage, mit eigenen Kapazitäten und der nötigen Breite im Portfolio ein erfolgreiches globales OTC-Geschäft zu betreiben.“

3.300 Mitarbeiter betroffen

Die Transaktion wird über den Verkauf von Anteilen an mehreren Merck-Tochtergesellschaften sowie im Wege weiterer sogenannter Asset Deals durchgeführt. Sie umfasst das Consumer-Health-Geschäft in 44 Ländern mit mehr als 900 Produkten und zwei von Consumer Health geführten Produktionsanlagen in Spittal (Österreich) und Goa (Indien). Im Rahmen der Transaktion sollen rund 3.300 Mitarbeiter, im Wesentlichen von Consumer Health, zu P&G wechseln. Dazu gehören auch Mitarbeiter, die zu 100 % für Consumer Health tätig sind, und solche aus Gesellschaften, die im Wege eines Anteilsverkaufs auf P&G übergehen. Der Verkauf des globalen Consumer-Health-Geschäfts umfasst noch nicht das französische Consumer-Health-Geschäft. Für dieses hat P&G zunächst ein bindendes Angebot zum Erwerb abgegeben, das Merck nach Durchführung der Informations- und Konsultationsverfahren mit den jeweiligen lokalen Arbeitnehmervertretern annehmen kann. Für das Geschäft in Indien wurde vereinbart, dass P&G die Mehrheitsbeteiligung von Merck an der börsennotierten Merck Ltd. (Indien) erwirbt und in der Folge den Minderheitsaktionären ein Pflichtangebot macht. Im Rahmen der Transaktion haben Merck und P&G eine Reihe von Fertigungs-, Liefer- und Servicevereinbarungen geschlossen.

Im September 2017 hatte Merck bekannt gegeben, strategische Optionen für sein Consumer-Health-Geschäft vorzubereiten, darunter einen möglichen vollständigen oder teilweisen Verkauf des Geschäfts sowie strategische Partnerschaften.

(as)

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