Arzneimittel-Vial vor einer Pharma-Produktionsanlage

Chemisch-pharmazeutische Produkte sind aktuell stark gefragt. Bild: Nikolaj Kondratenko - Fotolia

Der Umsatz stieg dank guter Nachfrage im In- und Ausland sowie kräftig anziehender Preise (+ 4,7 %) für chemisch-pharmazeutische Produkte um 12 % auf 111 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Beschäftigten blieb unverändert bei 464.400. Besonders gefragt waren im Jahresvergleich Kunststoffe – so legte die Produktion von Polymeren im Halbjahresvergleich um 20,3 % zu. Arzneimittel, die im Frühjahr 2020 besonders stark gefragt waren, verzeichneten zuletzt ein Produktions-Plus um 1,4 %. Fein- und Spezialchemikalien zeigten ein Plus von 8,7 %.

Allzeit-Umsatzrekord angepeilt

Der VCI rechnet für das Gesamtjahr mit einem Produktionsanstieg von 4,5 % und einem Umsatzwachstum von 11 %. „Zum zweiten Mal nach 2018 wird unsere Industrie in diesem Jahr die Schallmauer von 200 Milliarden Euro durchbrechen und mit einem Umsatzrekord das Vorkrisenniveau deutlich übertreffen“, betonte VCI-Präsident Kullmann bei der Vorstellung der Halbjahresbilanz des Chemieverbands am Mittwoch, 18.08.2021. „Das ist ein kraftvolles Comeback. Es zeigt eindrucksvoll, wie wichtig eine international wettbewerbsfähige Chemie- und Pharmaindustrie als Stabilitätsanker für unser Land ist.“

Investitionen von 9 Mrd. Euro

VCI Halbjahresbericht 2021 Entwicklung der Produktion in den einzelnen Sparten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland - Bild VCI, Daten destatis.png
VCI Halbjahresbericht 2021 Entwicklung der Produktion in den einzelnen Sparten der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland - Bild VCI, Daten destatis

Eine Rekordzahl erwartet der VCI auch für die Investitionen der Unternehmen im Inland. Der Chemieverband geht davon aus, dass die Investitionen für Sachanlagen im laufenden Jahr von 8,4 auf knapp 9 Milliarden Euro steigen. Der Grund: Aufgeschobene Projekte aus dem Vorjahr werden nachgeholt und Kapazitäten ausgeweitet.

Wie der VCI in seiner Bilanz berichtet, profitierten nahezu alle Produktbereiche der Branche vom Aufschwung im ersten Halbjahr 2021. Besonders dynamisch legte die Grundstoffchemie zu: Die Produktion von Polymeren stieg um über 20 Prozent. Aber auch die Hersteller von Spezialchemikalien konnten ihr Produktionsniveau um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr ausweiten. Die Produktion von Pharmazeutika verzeichnete ein Plus von 1,4 Prozent. Lediglich chemische Erzeugnisse für den Konsum wie Seifen, Wasch- und Reinigungsmittel verbuchten einen Mengenrückgang von 1,8 Prozent.

Die Kapazitätsauslastung der Anlagen stieg auf über 86 Prozent und lag damit deutlich oberhalb des für die Branche üblichen Niveaus. „Jedes fünfte Unternehmen stößt bei der Produktion an seine Kapazitätsgrenzen“, sagte Christian Kullmann, Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI).

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