Schiffverladung

Ob per Schiff oder per Flugzeug: Medikamente gehören zu den wichtigsten Exportgütern Deutschlands. (Bild: Stephen Coburn – Fotolia)

Von 2008 bis 2019 sind die Ausfuhren von Arzneimitteln aus Deutschland um 90 % auf mehr als 80 Mrd. Euro gestiegen. Das sind Zahlen aus der Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA). Die Ausfuhren übersteigen die Einfuhren im Medikamentensektor dabei um 25 Mrd. Euro. Und selbst in Wirtschaftskrisen wächst der Pharmaexport weiter: Im zweiten Quartal 2020, als die deutschen Exporte durch Corona insgesamt um 24 % einbrachen, entwickelten sich die Arzneimittelausfuhren mit einem Plus von 7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum äußerst stabil.

"Der Wohlstand Deutschlands fußt auf Handelsbilanzüberschüssen. Pharma trägt kräftig dazu bei und knickt selbst in Krisen nicht ein. Der Standort profitiert dabei vor allem von Forschungs- und Produktionsstärke in Deutschland. Zwei Trumpfkarten, die auch in der weltweiten Corona-Pandemie gestochen haben", kommentierte VFA-Präsident Han Steutel. 2019 belief sich der Gesamtwert der deutschen Ausfuhren auf ca. 1,3 Billionen Euro. 6% davon entfallen auf pharmazeutische Produkte. Nach Automobilen, Maschinen und Elektrogütern sind Arzneimittel eines der am stärksten nachgefragten Exportgüter Deutschlands.

Mit dem steigenden Exportvolumen lässt die deutsche Pharmaindustrie auch die Konkurrenz aus den anderen großen europäischen Ländern hinter sich. Weitere Hintergründe und Zahlen der Studie gibt es auf der Website des VFA.

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