Abfüllung von Merck Arzneimitteln in Darmstadt, Deutschland (Bild: Merck)

Mercks Arzneimittel Produktionsbereich in Darmstadt, Deutschland. (Bild: Merck)

Insgesamt stieg der Konzernumsatz von Merck um 8,6 % auf 17,5 Mrd. €. Durch das Kerngeschäft legte der Umsatz um 6,0 %, unter Berücksichtigung von Übernahmen um 5,3 % zu. Das EBITDA ist der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, wodurch Ausgaben wie z.B. für Maschinen nicht berücksichtigt werden. Auf diese Weise können Unternehmen international verglichen werden, da nationale Gesetzgebungen zu diesen Abgaben nicht in die Berechnung einfließen. Diese Kennzahl zur Steuerung des operativen Geschäfts, stieg 2020 um 18,6 % auf 5,2 Mrd. €, die EBITDA Marge legte auf 29,7 % zu. Bei der EBITDA Marge handelt es sich um eine Kennzahl die das Verhältnis zwischen dem EBITDA und dem Gesamtumsatz des Unternehmens darstellt. Sie zeigt wie rentabel das Firmengeschäft ist.

Umsatz nach Geschäftsbereichen

Merck gliedert sich in drei Haupt-Geschäftsbereiche: Healthcare, Life Science und Electronics (vormals Performance Materials). Der Umsatz des Unternehmensbereichs Healthcare sank 2020 um -1,1 % auf 6,6 Mrd. €. Wichtigste Treiber des Kerngeschäfts waren die in den vergangenen Jahren neu zugelassenen Medikamente Mavenclad und Bavencio. Der Geschäftsbereich umfasst im allgemeinen Medikamente und Technologien für die Medizintechnik, wie Software oder Geräte.

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Life Science stiegen im Geschäftsjahr 2020 um 9,5 % auf 7,5 Mrd. €. Das Umsatzwachstum des Kerngeschäfts belief sich auf 11,8 %. Das Geschäft ist besonders deshalb stark gewachsen, da dessen Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie spielen. Der Bereich umfasst Laborbedarf für die Forschung und Hersteller im industriellen Sektor, sowie Test-Kits zum Beispiel für die Trinkwasser-Überwachung.

Merck hat im Berichtsjahr eine Reihe von Maßnahmen zur Erweiterung der Life–Science-Produktionskapazitäten vorangetrieben. Im Dezember hat das Unternehmen den Ausbau seiner beiden US-amerikanischen Produktionsstandorte in Danvers, Massachusetts, und Jaffrey, New Hampshire, bekannt gegeben. Diese liefern Produkte und Dienstleistungen für Kunden aus der biopharmazeutischen Produktion, darunter auch solche, die Covid-19-Impfstoffe entwickeln.

Der Umsatz des Geschäftsbereichs Electronics stieg im Jahr 2020 um 31,3 % auf 3,4 Mrd. €. Dieser beinhaltet Halbleitertechnik, Displays, aber auch Pigmente für Autolacke und die Kosmetikindustrie.

Prognose für 2021

Hinsichtlich der Covid-19-Pandemie geht das Unternehmen davon aus, dass sich die im 2. Halbjahr 2020 eingesetzte Erholung des Geschäfts von den negativen Einflüssen der Pandemie, in 2021 fortsetzen wird. Und das vor allem für den Life-Science-Bereich. Für den Konzern erwartet Merck für 2021 starke Umsatzerlöse für das Kerngeschäft, hauptsächlich getrieben von den Unternehmensbereichen Healthcare und Life Science. Für Electronics prognostiziert das Unternehmen einen soliden Anstieg im Kerngeschäft.

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