Neben milliardenschweren Entschädigungen und Vergleichszahlungen droht den Herstellern von Opipid-basierten Schmerzmitteln nun auch Strafverfolgung durch die US-Justiz. (Bild: Fotolia)

Neben milliardenschweren Entschädigungen und Vergleichszahlungen droht den Herstellern von Opipid-basierten Schmerzmitteln nun auch Strafverfolgung durch die US-Justiz. (Bild: Fotolia)

| von Ansgar Kretschmer

Der Controlled Substances Act ist ein US-Gesetz auf Bundesebene und richtet sich eigentlich gegen den illegalen Handel mit verbotenen Substanzen, ähnlich dem deutschen Betäubungsmittel-Gesetz. In den USA mehren sich Vorwürfe und Klagen gegen Pharmafirmen, Opioid-basierte Schmerzmittel aggressiv vermarktet und nicht ausreichend über die Risiken informiert zu haben. Unternehmen wie Johnson&Johnson und Purdue Pharma sind demnach mitverantwortlich für eine Epidemie von Suchterkrankungen, der bislang über 400.000 Menschen zum Opfer gefallen sind. In von Bezirken und Bundesstaaten angestrengten Gerichtsprozessen und mittlerweile tausenden von Klagen geht es um Entschädigungen in Milliardenhöhe.

Dem Wall Street Journal zufolge hebt die US-Bundesanwaltschaft den Streit nun auf eine neue Stufe. Im Rahmen des Controlled Substances Act ermittelt sie demnach, ob einzelne Pharmaunternehmen gezielt und vorsätzlich Orte mit frei erhältlichen Opiaten versorgt und regelrecht überschwemmt haben sollen. Namentlich genannt sind die Unternehmen Teva, Mallinckrodt, Amerisource-Bergen, Amneal, McKesson und Johnson & Johnson. Die Ermittlungen stehen jedoch erst am Anfang. (ak)

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