...dem US-Unternehmen Merck auf Rang vier, mit einem Jahresumsatz von 34,8 Mrd. US-Dollar. (Bild: Merck & Co)

Platz 5 geht an das forschungsorientierte Pharmaunternehmen Merck & Co. Die US-Amerikaner konnten 2018 einen Umsatz von 42,3 Mrd. US-D erwirtschaften. Das Produktprogramm von Merck umfasst Medikamente zur Bekämpfung von Krebs, multipler Sklerose, Unfruchtbarkeit, Diabetes oder Erkrankungen der Schilddrüse und des Herz-Kreislauf-Systems. Das Angebot wird ergänzt durch Laborchemikalien, Lösungsmittel, Filtertechniken für die Wasseraufbereitung sowie Bioprozessverfahren und bioanalytische Services für die Pharmaindustrie. (Bild: Merck & Co)

Pfizer nimmt für den Ausbau seines Geschäfts mit Biopharmazeutika 11,4 Mrd. US-Dollar in die Hand. Der übernommene Krebsmedikamentenhersteller Array Biopharma soll langfristig Wachstum bringen. (Bild: Alexander Raths – Fotolia)

Merck & Co (MSD) will sich verstärkt auf die Krebsmedizin konzentrieren. (Bild: Alexander Raths – Fotolia)

Diese neue Gesellschaft soll die Sparten Frauengesundheit und Biosimilars sowie ältere Markenmedikamente, vor allem in den Bereichen Dermatologie, Schmerz, Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislauf, übernehmen. Merck bzw. MSD will sich dagegen künftig auf die selbsternannten „Wachstumstreiber“ Krebsmedizin, Krankenhaus-Produkte, Impfstoffe und Tiergesundheit konzentrieren. Dort ist das Unternehmen derzeit etwa mit dem Blockbuster-Krebsmittel Keytruda sehr erfolgreich, das 2019 einen Umsatz von über 10 Mrd. Euro erzielte. Die Börse nahm die Abspaltungspläne zunächst skeptisch aufgenommen, die Merck-Aktie verlor knapp 4 %.

Abspaltung soll Geld in die Kassen spülen

Den Schritt hatte MSD am Mittwoch, 5. Februar, in einer Mitteilung bekanntgemacht. Von der Abspaltung erwartet sich das Unternehmen demnach bis 2024 Einsparungen von jährlich mehr als 1,5 Mrd. US-Dollar. Die operative Marge soll dadurch auf über 40 % steigen – mehr als der Konzern vor den Abspaltungsplänen angepeilt hatte. Außerdem erhofft sich der Pharmakonzern vom neuen Unternehmen eine „steuerfreie Sonderdividende“ in Höhe von 8 bis 9 Mrd. Dollar. Darüber hinaus soll die abgespaltete Gesellschaft zwischen 8,5 und 9,5 Mrd. Dollar an Schulden übernehmen. Das Management von Merck & Co rechnet damit, dass die Transaktion im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen sein wird.

Neue Gesellschaft „führend in Frauengesundheit“

Für die neue Gesellschaft gibt es noch keinen Namen. Sie soll den Plänen zufolge aber vor allem in der Frauengesundheit eine weltweit führende Rolle einnehmen. Zum Portfolio gehört dort unter anderem das Hormonimplantat Nexplanon. Der Umsatz des neuen Unternehmens werde nach der Abspaltung 2021 bei etwa 6,5 Mrd. US-Dollar liegen, 75 % davon außerhalb der USA. Außerdem sei ein jährliches Umsatzwachstum im „niedrigen einstelligen Bereich“ zu erwarten. Die erwarteten Margen lägen im mittleren 30-Prozentbereich und damit deutlich unter den bei Merck verbleibenden Bereichen. Auch hier erwartet der Pharmakonzern jedoch „Wachstum“. Das neue Unternehmen wird voraussichtlich in New Jersey im Bundesstaat Philadelphia sitzen, die Mitarbeiterzahl soll zu Beginn bei 10.000 bis 11.000 liegen. (jg)

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