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Merck: Gesamterlöse im ersten Quartal 2012 um 3,2 % gestiegen

18.05.2012 Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe, Darmstadt, sind im 1. Quartal 2012 um 3,2 % von 2.564 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 2.645 Mio. Euro gestiegen. Die Umsatzerlöse der Gruppe haben sich im Berichtsquartal um 3,5 % auf 2.564 Mio. Euro gegenüber 2.478 Mio. Euro im 1. Quartal 2011 erhöht.

Merck: Gesamterlöse im ersten Quartal 2012 um 3,2 % gestiegen

„Merck zeigte im ersten Quartal 2012 eine ordentliche operative Entwicklung angesichts eines schwierigen Vorjahresvergleiches“, sagt Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck (Bild: Merck)

Zu dieser Steigerung trugen das organische Umsatzwachstum 1,2 %, positive Währungseffekte 1,7 % und Akquisitionen/Veräußerungen 0,6 % bei. Im Berichtsquartal wurde das organische Umsatzwachstum der Gruppe ausschließlich von den Sparten Merck Serono und Merck Millipore getragen.

„Merck zeigte im ersten Quartal 2012 eine ordentliche operative Entwicklung angesichts eines schwierigen Vorjahresvergleiches“, sagte Karl-Ludwig Kley, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Merck. „Im ersten Quartal haben wir unser Effizienzsteigerungsprogramm begonnen und erste Pläne dazu veröffentlicht. Dieses Jahr wird unser Fokus darauf liegen, gute operative Zahlen zu erwirtschaften und zugleich unsere Kostenstrukturen an das Niveau unserer Wettbewerber anzunähern.“

Das Bruttoergebnis ging im 1. Quartal 2012 um 1,5 % von 1.925 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 1.896 Mio. Euro zurück, dementsprechend belief sich die Bruttomarge auf 74,0 % der Umsatzerlöse gegenüber 77,7 % im 1. Quartal 2011. Das operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich von 530 Mio. Euro auf 311 Mio. Euro. Hauptgründe hierfür waren der Rückgang des operativen Geschäfts und der im 1. Quartal 2011 gebuchte einmalige Gewinn in Höhe von 157 Mio. Euro aus der Veräußerung des Crop-Bioscience-Geschäfts. Das EBITDA vor Sondereinflüssen fiel im Berichtsquartal auf 675 Mio. Euro beziehungsweise 26,3% der Umsatzerlöse. Im Vorjahresquartal hatte es 737 Mio. Euro bzw. 29,7 % der Umsatzerlöse betragen. Sondereinflüsse in Höhe von 30 Mio. Euro, die als sonstige betriebliche Aufwendungen gebucht wurden, waren im 1. Quartal 2012 nicht im EBITDA vor Sondereinflüssen der Gruppe enthalten.

Die Sparte Merck Serono steigerte im Berichtsquartal ihre Umsatzerlöse um 5,4 % auf 1.417 Mio. Euro gegenüber 1.345 Mio. euro im 1. Quartal 2011, organisch wuchsen die Umsätze der Sparte um 4,1 %. Die Umsatzentwicklung wurde hauptsächlich getragen von den Therapiegebieten Fruchtbarkeit, Endokrinologie und CardioMetabolic Care & Allgemeinmedizin sowie den beiden Hauptprodukten Erbitux und Rebif, bei beiden auch dank der vorteilhaften Nettopreisgestaltung. Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Sparte verringerte sich im 1. Quartal 2012 um 2,0 % auf 394 Mio. Euro oder 27,8 % der Umsätze. Im Vorjahresquartal resultierte ein Ergebnis von 401 Mio. Euro und eine Marge von 29,8 % der Umsätze.

Die Umsatzerlöse der Sparte Consumer Health gingen im 1. Quartal 2012 um 7,4 % von 116 Mio. Euro im Vorjahr auf 108 Mio. Eurozurück. Organisch fielen die Umsätze um 7,7 %. Das EBITDA vor Sondereinflüssen der Sparte belief sich im Berichtszeitraum auf 8,6 Mio. Euro bzw. 8,0 % der Umsatzerlöse gegenüber 10,6 Mio. Euro oder 9,1 % im 1. Quartal 2011.

Die Sparte Performance Materials muss sich einem schwierigen Vergleich mit dem Vorjahresquartal stellen, in dem dank der besonders hohen Nachfrage der Kunden nach Flüssigkristallen ein organisches Umsatzwachstum von 15% erzielt worden war. Die zweite Geschäftseinheit Pigments & Cosmetics hatte im Berichtsquartal zwar einen Rückgang zu verkraften, erholte sich aber kontinuierlich von der sehr schwachen Entwicklung im 4. Quartal 2011.

In der Sparte Merck Millipore wuchsen im 1. Quartal 2012 die Umsatzerlöse um 7,3 % von 608 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 653 Mio. Euro €. Organisch stiegen die Umsätze im ersten Quartal 2012 um 2,7%. Dieser Anstieg basierte hauptsächlich auf den soliden Beiträgen der Geschäftseinheiten Lab Solutions und Process Solutions.

Nach ihrem ersten Ausblick auf die in 2012 zu erwartende Geschäftslage vom März gibt die Geschäftsleitung jetzt eine genauere Prognose für das Gesamtjahr 2012 ab. Grundsätzlich spiegelt sich in den Erwartungen für die Merck-Gruppe die moderate Erholung der Weltwirtschaft wider. Prognosen zur Profitabilität der einzelnen Sparten in 2012: Bei Merck Serono prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum um etwa 2 % – vor Einsparungen aus dem Effizienzsteigerungsprogramm. Bei Consumer Health wird eine leichte Verbesserung in einem moderaten Marktumfeld erwartet, also ein Umsatzwachstum zwischen 0 und 2 %. Performance Materials bleiben ungefähr auf Vorjahresniveau, das heißt 2 bis 3 % Umsatzwachstum. Und bei Merck Millipore wird eine Verbesserung analog zu Umsatzwachstum zwischen 4 und 6 % erwartet. Die Gesamterlöse der Merck-Gruppe werden so 2012 etwa 10,5 Mrd. Euro erreichen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen soll bei 2,8 bis 2,9 Mrd. Euro liegen.

(dw)

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