Analystenkonferenz

Merck rechnet mit weiterem Wachstum

11.09.2019 Der Pharma- und Chemiehersteller Merck sieht sich für die kommenden Jahre auf Wachstumskurs. Vor allem „innovationsgetriebene Technologien sollen künftig Zuwächse liefern.

„Merck ist in guter Verfassung“, sagt Stefan Oschmann, CEO und Vorsitzender der Geschäftsleitung. (Bild: Merck)

Merck-Chef Stefan Oschmann hat auf einer Analystenkonferenz die Wachstumsschwerpunkte für die kommenden Jahre präzisiert. (Bild: Merck)

Unter dem Namen „Unite for Growth“ hat Merck seine Ambition bis zum Jahr 2022 definiert: „Wir wollen das führende Wissenschafts- und Technologieunternehmen werden. Dieses Ziel ist anspruchsvoll. Mit unseren drei innovationsgetriebenen Geschäften gestalten wir den rasant fortschreitenden technologischen Wandel unserer Welt mit“, sagte Konzernchef Stefan Oschmann bei einer Analystenkonferenz am Mittwoch. „Für das Gesamtjahr 2019 gehen wir weiter davon aus, als Konzern bei den wichtigsten Kennzahlen, also Umsatz, Ebitda pre und EPS pre, zu wachsen.“

Healthcare und Life Sciences im Fokus

Im Unternehmensbereich Healthcare hat Merck in den vergangenen Jahren intensiv in seine Forschungs-Pipeline innovativer Arzneimittel investiert. Bis 2022 will das Unternehmen mit neuen Medikamenten zusätzliche Umsätze von rund 2 Mrd. Euro jährlich erzielen und liegt dabei nach eigenen Angaben im Plan. Im 1. Halbjahr 2019 erzielte Merck in diesem Segment einen Umsatz von  2,6 Mrd. Euro. Der Unternehmensbereich Life Science will auch in den kommenden Jahren mit 5 bis 8 % pro Jahr und damit weiterhin schneller als der Markt wachsen. Einen entscheidenden Beitrag sollen dabei das wachstumsstarke Process-Solutions-Geschäft und die E-Commerce-Plattform Sigmaaldrich.com mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von mehr als 1,5 Mrd. Euro leisten.

Performance Materials soll ab 2020 wieder wachsen

Im Bereich Performance Materials wurden nach Unternehmensangaben mit dem 2018 initiierten Transformationsprogramms „Bright Future“ wesentliche Fortschritte erzielt. Ab 2020 rechnet Merck mit einem durchschnittlichen jährlichen organischen Umsatzwachstum für Performance Materials in der Größenordnung von 2 bis 3 %. Die Ebitda-pre-Marge soll dauerhaft zirka 30 % betragen. Merck geht weiterhin davon aus, dass der Markt für Halbleitermaterialien, gemessen an der Wafer-Fläche für Halbleiterchips (MSI, Million square inches) ab 2020 wieder wachsen wird. Erhebliche Wachstumsdynamik zeige, so Merck, auch das Geschäft mit OLED-Materialien. Nach Branchenschätzungen soll das Volumen des Gesamtmarkts für OLED-Materialien dasjenige für Flüssigkristall-Materialien ab 2022 übersteigen.

(as)

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