Umstrukturierung

Merck: Weiterentwicklung kostet 200 Stellen

17.07.2017 Der deutsche Pharmakonzern Merck will das Produktionsnetzwerk für sein Life-Science-Geschäft in Westeuropa mit Investitionen von 90 Mio. Euro weiterentwickeln. Dabei entfallen jedoch rund 200 Stellen an vier Standorten.

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Merck und Sigma-Aldrich: Udit Batra wird Leiter vom Life-Science-Bereich

Dr. Udit Batra, CEO des Life-Science-Geschäfts von Merck, versprach „faire und tragfähige Lösungen für die Mitarbeiter“ im Zuge des Konzernumbaus. (Bild: Merck)

Die Investionen zum Ausbau fließen vor allem in die deutschen Standorte Darmstadt und Schnelldorf, nach Buchs in der Schweiz und Molsheim in Frankreich. Es handelt sich dabei um die nächste Phase der Unternehmenspläne, das Life-Science-Geschäft operativ noch stärker und effizienter aufzustellen. Seit 2010 hat das Life-Science-Geschäft von Merck 18 Produktionsstandorte konsolidiert, um Abläufe weiter zu vereinfachen und sogenannte Kompetenzzentren aufzubauen.

Der Betrieb an den Standorten Steinheim und Eppelheim in Baden-Württemberg sowie Hohenbrunn und Berlin soll dagegen verlagert und im Laufe der Jahre 2019 bis 2022 schrittweise eingestellt werden. Dabei werden bis 2022 insgesamt rund 200 Arbeitsplätze wegfallen.

„Faire und tragfähige Lösungen für die Mitarbeiter“

„Mit einer zentralisierten Abfüllung und Distribution kleinerer Produktmengen werden wir noch schneller auf Kundenanfragen eingehen können. Damit folgen wir einem Erfolgsmodell unserer Akquisition Sigma-Aldrich, das in Nordamerika bereits mit positiven Resultaten überzeugt hat“, sagte Dr. Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO des Unternehmensbereichs Life Science. „Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber Kunden und Belegschaft sehr ernst. Wie immer werden wir eng und vertrauensvoll mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern zusammenarbeiten, um gemeinsam faire und tragfähige Lösungen für die Mitarbeiter zu vereinbaren, die von den Verlagerungen betroffen sind“, so Batra.

Das Life-Science-Geschäft von Merck verfügt seit der Übernahme von Sigma-Aldrich im Jahr 2015 über insgesamt 65 Produktionsstandorte und 130 Distributionszentren weltweit und beschäftigt über 19.000 Mitarbeiter in 66 Ländern. Das Unternehmen überprüft sein globales Standortnetzwerk kontinuierlich und etabliert Kompetenzzentren über alle Bereiche hinweg. Ziel ist es, die jeweils richtigen Kapazitäten sicherzustellen, um Kundenanforderungen zu erfüllen, die Effizienz zu steigern, branchenweit führende Produktions- und Distributionsstrukturen zu entwickeln sowie Überschneidungen zu reduzieren und auch geografisch näher an die Kunden heran zu rücken. Damit stellt das Unternehmen seinen Kunden das bestmögliche technische Expertenwissen zur Verfügung.

„Wir können unsere Investitionen darauf konzentrieren, die Kapazitäten und Kompetenzen im Rahmen unserer Produktions- und Distributionsstrukturen so effektiv und effizient wie möglich auszugestalten“, sagte Christos Ross, Leiter Integrated Supply Chain Operations, Life Science. „Zuletzt haben wir unsere Strukturen an Standorten in den USA, unter anderem in St. Louis und Massachusetts, sowie beispielsweise in China, Irland und Japan kontinuierlich verbessert. Genauso wie bei den zurückliegenden Veränderungen werden wir auch diesmal an allen betroffenen Standorten einen reibungslosen Übergang ohne Beeinträchtigungen für unsere Kunden sicherstellen.“

 

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