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MES-Verband setzt sich für universelle Schnittstelle UMCM ein

06.03.2014 Zu der zweiten Veranstaltung „MES im Fokus“ des überregionalen MES-D.A.CH-Verbandes Ende Januar im österreichischen Eggelsberg kamen gut 80 Teilnehmer, um über die Zukunft der Produktion mit Manufacturing Execution Systemen (MES) zu diskutieren. Gastgeber war der dort ansässige Automatisierungsspezialist Bernecker + Rainer (B&R).

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MES-Verband setzt sich für universelle Schnittstelle UMCM ein

„MES in Fokus“: B&R-General Manager Peter Gucher (l.), Verbandsvorsitzender Prof. Jürgen Kletti (m.) und B&R-Vertriebsleiter Österreich Hermann Obermair (Bild: B&R)

Ein großes Hindernis bei der Umsetzung von MES-Lösungen ist die Kommunikation. Der MES-D.A.CH-Verband setzt sich daher für die universelle Schnittstelle UMCM (Universal Machine Connectivity for MES) für die wichtigsten Maschinendaten ein. „Die Ideallösung ist eine Art Plug-and-Play für Industriemaschinen“, sagte Verbandsvorsitzender Prof. Jürgen Kletti, der auch Geschäftsführer des MES-Herstellers MPDV Mikrolab ist. Das MES soll dabei als Datendrehscheibe dienen, über die auch die Maschinen untereinander kommunizieren können.

Die Teilnehmer des Technologie- und Anwenderkongresses zeigten sich vor allem in einem Punkt einig: Produktionsanlagen müssen fabrikübergreifend miteinander kommunizieren und in Echtzeit auf produktselektive Prozessänderungen reagieren können. Nur dann ist eine rentable Fertigung möglich, die individuelle Produkte bis hin zur Losgröße 1 erlaubt. Bis zum Werkstück, das sich laut der Vision Industrie 4.0 den Weg durch die Produktion selber sucht, werde allerdings noch einige Zeit vergehen.

Peter Gucher, General Manager bei B&R, wies in seinen einleitenden Worten darauf hin, dass sich weitere Optimierungen von Produktionsprozessen heutzutage größtenteils nur mehr durch intelligente Software erreichen lassen. Weitere wichtige Themen bei der Prozessoptimierung seien derzeit das Energiemanagement und die Zusammenarbeit von Robotern und Menschen. Er geht davon aus, dass die Automatisierungspyramide sich auflösen werde: „In Zukunft wird es eine Cloud aus Funktionen geben, die je nach Bedarf eingesetzt werden. Hierarchien wird es nicht mehr geben.“

(dw)

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