Präsentation neuer Produkte

Messe-Alternative: Syntegon startet Online-Event im Mai

17.04.2020 Angesichts ausfallender Messe greifen immer mehr Unternehmen auf virtuelle Events zurück. Im Mai will nun auch Prozess- und Verpackungstechnik-Hersteller Syntegon seine Kunden in einem solchen Rahmen über seine Neuheiten informieren.

Die Veranstaltung soll von 7. bis 13. Mai stattfinden. Mithilfe digitaler Präsentationen von Anlagen, Konzeptstudien und Pilotprojekten sowie zahlreichen Kontaktmöglichkeiten zu seinen Experten will das Unternehmen, wie pharmazeutische Hersteller sich für künftige Trends rüsten können: Neue, zielgerichtete Arzneimittel für kleine Patientengruppen erfordern eine höhere Flexibilität bei der Konfiguration von Abfülllinien. Parallel entstehen wertvolle Daten, die sich dank neuer Softwarelösungen für die Rückverfolgung und eine höhere Produktsicherheit nutzen lassen.

Neue Maschinen vorgestellt

Hinter dem Flexible-Filling-Portfolio steckt ein individuell konfigurierbares, modulares Maschinenkonzept zur Verarbeitung kleiner und mittlerer Chargen flüssiger Pharmazeutika.

Hinter dem Flexible-Filling-Portfolio steckt ein individuell konfigurierbares, modulares Maschinenkonzept zur Verarbeitung kleiner und mittlerer Chargen flüssiger Pharmazeutika.

So zeigt Syntegon auf der virtuellen Show unter anderem sein neues Flexible-Filling-Portfolio vor. „Das individuell konfigurierbare, modulare Maschinenkonzept zur Verarbeitung kleiner und mittlerer Chargen ist die Antwort auf den steigenden Bedarf an Medikamenten für kleinere Zielgruppen, zum Beispiel in der Behandlung von Krebserkrankungen“, erklärt Senior Produktmanager Klaus Ullherr. Für noch kleinere Chargen zeigt der Hersteller erstmals eine Konzeptstudie für die Verarbeitung von aseptischen und hochpotenten Micro Batches, die gemeinsam mit einem langjährigen Kunden entwickelt wurde. Das Ergebnis ist eine flexible und vollautomatisierte Produktionszelle mit geringen Abmessungen und einem kompletten Batch-to-Batch Chargenwechsel von unter zwei Stunden.

Premiere feiert außerdem die neue Ausführung der Kolbenfüllmaschine FLK 9000: eine Monoblocklösung aus linearer FLK Füll- und rundlaufender VRM-Verschließmaschine für die Flüssigabfüllung von Pharmazeutika oder Kosmetika. Auch vorstellen will Syntegon die modulare Plattform RRA für die Montage von Autoinjektoren. Zu ihren Merkmalen zählen die Montage unterschiedlicher Autoinjektor-Typen sowie schnelle, werkzeuglose Umrüstzeiten von unter zwei Stunden.

Auch Software-Lösungen werden präsentiert

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der visuellen Inspektion ist derzeit Gegenstand mehrerer Pilotprojekte. (Bilder: Syntegon)

Die Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der visuellen Inspektion ist derzeit Gegenstand mehrerer Pilotprojekte. (Bilder: Syntegon Technology)

Linien zur Verarbeitung pharmazeutischer Produkte generieren eine große Menge unterschiedlicher Daten, die derzeit allerdings häufig noch ungenutzt bleiben. „Bislang waren objektspezifische Daten den einzelnen Chargen oder Behältnissen nicht mehr zuzuordnen, sobald diese die Maschine verlassen“, erläutert Markus Heinz, Produktmanager bei Syntegon. Abhilfe schafft das neue „Single Object Data Acquisition“-System (Soda) des Herstellers. Ein auf dem Behältnis oder Verschluss angebrachter Data Matrix Code enthält sämtliche objekt- und prozessspezifischen Daten des Behältnisses und kann leicht mittels Scanner ausgelesen werden. Für das Soda-System arbeitet Syntegon auch mit dem Primärpackmittel-Hersteller Schott zusammen: Die Primärpackmittel werden bereits initial mit einem eindeutigen Data-Matrix-Code versehen, um die Rückverfolgbarkeit während des gesamten Herstellungsprozesses sicherzustellen.

Eine weitere Neuheit aus dem Software-Bereich ist die Verwendung von Künstlicher Intelligenz in der visuellen Inspektion, einem der anspruchsvollsten Schritte im pharmazeutischen Herstellungsprozess. Wichtig ist hier das Know-how in der Software-Implementierung und Prozessvalidierung. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Branchen muss das Deep Learning-Modell im pharmazeutischen Gebrauch nach der Entwicklungsphase statisch fixiert werden und darf sich nicht mehr verändern, damit es entsprechenden Validierungsanforderungen genügt. Wie dies gelingen kann, untersucht Syntegon derzeit in mehreren Pilotprojekten gemeinsam mit Kunden – und stellt den Ansatz nun im Rahmen des Online-Events.

Die Virtual Show findet vom 7. bis 13. Mai 2020 auf www.syntegon.com statt.

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