Reinen Wein einschenken

Mikrobiologische Stabilität durch Filtration

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05.09.2019 Wenn Wein nach dem Abfüllen in Flaschen noch Hefen und Bakterien enthält, schadet dies dem Geschmack und dem Aussehen des Endprodukts.

Entscheider-Facts

  • Ein Wein- und Sekthersteller benötigte eine wirtschaftliche Lösung, um die mikrobiologische Stabilität der Produkte nach dem Abfüllen sicherzustellen.
  • Nach eingehender Prozessanalyse und –Optimierung erstellte der beauftragte Filteranbieter ein Konzept, das eine Kombination von Vor- und Membranfilterkerzen sowohl im Abfüllprozess als auch in der Filtration von Servicemedien zur Filterregeneration nutzt.
  • Durch die erzielte Produktstabilität und dreifache Standzeiten der Filterkerzen konnte der Betreiber die Wirtschaftlichkeit und Produktsicherheit deutlich steigern.
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Geeignete Filtration ist wichtig für ein ansprechendes Aussehen von Sekt und Wein.Bilder: Eaton Technologies

Für hohe Produktqualität ist die mikrobiologische Stabilität ein entscheidender Faktor. Wirtschaftliche Filtrationslösungen leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.
Nachgärungen in der verschlossenen Flasche können geschmackliche Veränderungen und Nachtrübungen verursachen, und durch das gebildete CO2 kann die Flasche unter enormen Druck stehen. Um Rückrufaktionen aufgrund von Qualitätsproblemen und potenzielle Verletzungen von Mitarbeitern und Konsumenten durch explodierende Glasflaschen zu vermeiden, muss also die mikrobiologische Sicherheit der Filtrate gewährleistet sein. Wirtschaftlich betrachtet sind das Aufziehen der Flaschen und die erneuerte Filtration und Abfüllung zudem sehr zeit- und kostenintensiv.

Ein weiterer Aspekt ist, dass der Filtrationsprozess auf die optimale Standzeit der teuren Membranfilterkerzen abgestimmt sein muss. Frühzeitige Verblockungen führen zu Stillständen in der Abfüllung, wodurch die Filterleistung sinkt und die Prozesskosten sowie die Materialkosten für den Ersatz der Filterkerzen steigen.

Polizeifilter gegen Mikroorganismen

Die hohe kolloidale und mikrobiologische Belastung erschwert die Filtrierbarkeit der Produkte. Entsprechend müssen Membranfilterkerzen mit hohen Keimrückhalteraten (LRV >7 pro cm²) eingesetzt werden, die trotz des engen Filtermaterials eine gute Standzeit erzielen. Um die Filtrierbarkeit und den Schutz der Membranfilterkerzen zu optimieren, sollen geeignete Vorfilterkerzen identifiziert werden. Diese halten vorwiegend Partikel und Kolloide zurück, die die Membrane frühzeitig verblocken können, so dass die Membranfilterkerzen als End- und „Polizeifilter“ nur noch vorhandene Mikro-organismen abtrennen.

Heftausgabe: September 2019
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Über den Autor

Elke Brandscheid, Product Management Filtration & Technical Service, und Dieter Speh, Application Engineer, Eaton Technologies
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