Genuss auf ganzer Linie

Misch-Kompaktor zur Produktion von Kapsel-Kaffee

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04.04.2017 Eine frisch gebrühte Tasse Kaffee gehört für viele Menschen zu einem gelungenen Start in den Tag. Dabei greifen Verbraucher immer häufiger zu Kaffee-Kapseln. Sie sind bequem zu Handhaben und bieten eine große geschmackliche Vielfalt.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Ein Hersteller von Kaffeekapseln suchte eine Lösung, mit der er nicht nur prozesssicher, sondern auch wirtschaftliche produzieren kann. Sprich: Die einzelnen Arbeitsschritte bis hin zum Produktwechsel sollten keinen hohen Zeitaufwand verursachen.
  • Mit der gefundenen Systemlösung konnte der Maschinenbauer alle Anforderungen erfüllen. Noch dazu war der Misch-Kompaktor ohne hohen Aufwand in die bestehende Produktionslinie des Kunden zu integrieren.
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Der Füllgrad von Kaffeekapseln ist entscheidend dafür, dass die Qualität des Endproduktes stimmt. Eine Lösung von der Stange kam nicht in Frage; und so erfolgten Testreihen im unternehmenseigenen Technikum. (Bilder: Phish Photography – Fotolia und Gebr. Lödige Maschinenbau)

Damit hier das Ergebnis stimmt, müssen Mischung und Schüttdichte des Produkts stimmen. Im Auftrag eines Kunden hat Gebrüder Lödige Maschinenbau daher einen speziellen Misch-Kompaktor entwickelt, der alle Anforderungen an den Herstellungsprozess erfüllt und komplett in die Produktionslinie integriert ist. Der Kunde, ein Lebensmittelunternehmen aus der Schweiz, veredelt, verpackt und vermarktet Waren aus der ganzen Welt. Ein Schwerpunkt ist dabei die Produktion von Kaffee-Kapseln für mehrere Systeme und in unterschiedlichen Varianten – mit Aroma oder entkoffeiniert. Auf der Suche nach einer neuen Lösung für das Mischen und Kompaktieren des Kaffees bat das Unternehmen den Maschinenbauer um Unterstützung. Denn das Verfahren muss eine Reihe besonderer Anforderungen erfüllen, um eine optimale Produktqualität zu ermöglichen.

Komplexe Anforderungen

Ein entscheidender Faktor für den Kaffeegenuss ist die Durchlaufzeit des Wassers in der Kaffeemaschine, die nur wenige Sekunden beträgt. In diesem kurzen Zeitraum muss das Wasser das Aroma und die Intensität des Kaffees aufnehmen. Hierbei spielt der richtige Füllgrad der Kapsel eine entscheidende Rolle, den der Betreiber wiederum über die Schüttdichte des Produkts einstellen kann. Die zu entwickelnde Maschine sollte also in der Lage sein, den Kaffee exakt auf das gewünschte Schüttgewicht zu verdichten – um so die Durchlaufzeiten stabil im Sollbereich zu halten und den Füllgrad der Kapsel zu reduzieren. Gefordert war eine Erhöhung der Schüttdichte um mehr als 10 % gegenüber der Ausgangs-Dichte. Eine weitere Anforderung bestand darin, den Kaffee direkt im Bearbeitungsbehälter des Kompaktors entsprechend der Rezeptparameter zu aromatisieren. Zudem war eine schnelle und einfache Reinigung der Maschine gefordert. So sollte die Stillstandzeiten bei Produktwechseln, beispielsweise nach dem Herstellen von entkoffeiniertem oder aromatisiertem Kaffee, möglichst kurz gehalten werden. Nicht zuletzt war für den Kunden entscheidend, dass die Temperatur des Kaffees während des Verarbeitungsprozesses in der Maschine konstant unter 40 °C bleibt, um Aromaverluste zu vermeiden.

Heftausgabe: April 2017
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Über den Autor

Sebastian Steinkamp, Vertrieb, Gebr. Lödige Maschinenbau
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