Generika-Markt

Mylan fusioniert mit Pfizer-Sparte Upjohn

30.07.2019 Die US-Pharmakonzerne Pfizer und Mylan tun sich im umkämpften Generika-Markt zusammen. Mylan soll mit Upjohn fusionieren, der Generikasparte von Pfizer.

v. l. n. r.: Dr. Albert Bourla, CEO, Pfizer; Michael Goettler, Group President, Upjohn; Robert J. Coury, Chairman, Mylan; Heather Bresch, CEO, Mylan

v. l. n. r.: Dr. Albert Bourla, CEO, Pfizer; Michael Goettler, Group President, Upjohn; Robert J. Coury, Chairman, Mylan; Heather Bresch, CEO, Mylan

Einen entsprechenden Beschluss gaben die Unternehmen am 29.07.2019 bekannt. Die Fusion soll ausschließlich durch die Übertragung von Aktien geschehen. Anteile an dem zusammengeführten Unternehmen sollen zu 57 % bei Pfizer-Aktionären, zu 43 % bei Mylan-Aktionären liegen. Die Vorstände beider Unternehmen stimmten einstimmig für die Fusion. Der Name des neu gebildeten Unternehmens soll bei Abschluss der Transaktion bekanntgegeben werden. Die Fusionspartner rechnen mit einem Abschluss bis Mitte 2020, vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen durch Wettbewerbsbehörden.

Marktkompetenz unterstützt vielseitiges Portfolio

Mylan verfügt über ein vielfältiges Portfolio in vielen Regionen und  wichtigen Therapiebereichen, wie Nerven- und Infektions- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sowie über eine ausgeprägte Produktpipeline, qualitativ hochwertige Fertigung und hervorragende Lieferketten. Upjohn bringt etablierte Marken wie Lipitor, Celebrex und Viagra sowie bewährte Vermarktungsstrategien in die Partnerschaft, darunter führende Positionen in China und anderen Schwellenländern. Der Zusammenschluss soll dem neuen Unternehmen eine größere geografische Reichweite des bestehenden und zukünftigen Produktportfolios von Mylan bescheren, und mit umfangreichen Investitionen in komplexe Generika und Biosimilars auch in neue Wachstumsmärkte zu erweitern, in denen Upjohn über eine bestehende Vertriebsinfrastruktur und lokale Marktkompetenz verfügt.

Zusammen wollen die Pharmaunternehmen ein nachhaltiges, vielfältiges und differenziertes Portfolio von verschreibungspflichtigen Medikamenten, komplexen Generika, rezeptfreien Produkten und Biosimilars anbieten. Unterstützt werden soll dies durch kommerzielle und regulatorische Expertise, etablierte Infrastruktur, ausgezeichnete F&E-Einrichtungen sowie hochwertige Fertigungs- und Lieferketten. Das neue Unternehmen soll 2020 einen pro-forma Umsatz von 19 bis 20 Mrd. US-Dollar erzielen, bei einem bereinigten Ebitda von 7,5 bis 8 Mrd. US-Dollar. Darin enthalten sind Synergieeffekte von rund 1 Mrd. US-Dollar bis 2023.

Mylan-Vorstand Robert J. Coury wird Executive Chairman des neuen Unternehmens. Die bisherige CEO von Mylan, Heather Bresch, wird sich nach Abschluss des Deals aus dem Unternehmen zurückziehen. CEO wird der derzeiigte Direktor von Upjohn, Michael Goettler. Rajiv Malik, zurzeit Direktor von Mylan, wird auch Direktor des gemeinsamen Unternehmens. Mylans CFO Ken Parks wird das Unternehmen ebenfalls verlassen. Der Vorstand des Unternehmens wird aus dem Executive Chairman und dem CEO bestehen, sowie aus acht von Mylan und drei von Pfizer bestimmten Vorstandsmitgliedern. Rechtlicher Sitz des Unternehmens ist der US-Bundesstaat Delaware, mit Niederlassungen in Pittsburgh, Pennsylvania; Shanghai, China, und Hyderabad, Indien. (ak)

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