Branchenstudie

Nahrungsmittel- und Getränkehersteller setzten verstärkt auf digitale Lösungen

11.04.2019 Nach einer Studie der Unternehmensberatung Frost & Sullivan setzen die Lebensmittel- und Getränkehersteller verstärkt digitale Lösungen und das IIoT ein, um ihre Produktqualität zu sichern und die Produkte lückenlos zurück verfolgen zu können.

Diese Techniken sowie die künstliche Intelligenz (KI) werden voraussichtlich eine große Rolle bei der Beschleunigung von Herstellungsprozessen und deren Standardisierung spielen. Die Studie ‚Food & Beverages 4.0 2018‘ ermittelt Wege und Möglichkeiten, wie das IIoT in die Lebensmittel-Wertschöpfungskette hinweg implementiert werden kann. „Als ersten Schritt zur digitalen Transformation integrieren Lebensmittel- und Getränkeunternehmen Sensoren direkt in ihre Altanlagen und konfigurieren sie so, dass sie Daten in die Cloud übertragen, um Key Performance Indicators (KPIs) und Analysen zu überwachen“, sagt Nandini Natarajan, Senior Research Analyst des Industrial Teams bei der Unternehmensberatung. „Sie wenden auch ein direktes Stichprobenverfahren aus automatisierten Anlagen an, um die Qualitätsmessung in Echtzeit zu verfolgen. In der Zwischenzeit investieren einige Unternehmen in die Inline-Qualitätsdatenerfassung durch Inspektionsverfahren.”

Weil es üblich geworden ist, Lebensmittel-Rohstoffe und -Zutaten von verschiedenen Anbietern zu beziehen, sind die Datenbanken größer geworden. Darüber hinaus legen Lebensmittel mehr Kilometer zurück als bisher, was das Risiko eines Verderbens erhöht. Diese Probleme haben eine starke Nachfrage nach Big Data-Analysen hervorgerufen, um bei der Verwaltung von Lebensmittelmerkmalen und Lieferketten zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit zu helfen. Das IIoT wird in dieser Branche breitere Anwendungsmöglichkeiten finden und die Anbieter können das Beste aus dieser Technologie machen, indem sie:

  • neue Geschäftsmodelle, die sich auf Daten-, Konnektivitäts- und Kundenorientierung sowie Datensicherheit konzentrieren, entwickeln;
  • sich auf einfache, leicht zu bedienende Produkte und integrierte End-to-End-Lösungen konzentrieren;
  • mit ausgewählten Anwendungen von Drittanbietern kooperieren;
  • technisch fortschrittliche Verpackungslösungen, die Nachhaltigkeit gewährleisten, ohne die Ernährung der Lebensmittel zu beeinträchtigen, anbieten.

3D-Druck in der Lebensmittelherstellung

Was Europa betrifft, so entstehen in Ländern wie Deutschland, Spanien, Großbritannien, Dänemark, der Schweiz und den Niederlanden Zentren für verschiedene Innovationen im gesamten Food & Beverage-Bereich (F&B). Die Entwicklungen bei den 3D-Drucktechniken dürften die Zukunft des europäischen F&B-Raums bestimmen, weil Europa derzeit die globale 3D-Lebensmittelindustrie anführt. Darüber hinaus wollen mehrere große Lebensmittelriesen in naher Zukunft auch den F&B-Bereich revolutionieren, indem sie maßgeschneiderte lebensmitteltechnische Innovationen vorantreiben, die auf die individuellen Ernährungsbedürfnisse zugeschnitten sind.

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