Doppelsitzventil-Technologie spart CIP-Medien

Mit Flip Flops zur Ventilreinigung

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27.02.2020 CIP-Prozesse kosten Reinigungsmedien und erfordern Produktionsstillstände. Anlagenausstatter GEA hat dagegen die Doppelsitzventile seiner Varivent-Serie mit einer Technologie ausgestattet, die bis zu 90 % CIP-Medien einspart und keinen vollständigen Produktionsstillstand erfordert.

Entscheider-Facts

  • Die Leff-Technologie in vermischungssicheren Doppelsitzventilen spart bis zu 90 % CIP-Medien.
  • Durch die zeitversetzte CIP-Reinigung der einzelnen Gehäuse sind diese Ventile rund um die Uhr ohne vollständigen Produktionsstillstand einsetzbar.
  • Die mit der Technologie ausgestatteten Doppelsitzventile erfüllen auch die strengen Bestimmungen der US-amerikanischen Pasteurized Milk Ordinance (PM) und sind damit für hygienische Getränke- und Molkereiprozesse geeignet.
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GEA Varivent Doppelsitzventile und damit die Leff-Funktion werden in hygienischen Getränke- und Molkereiprozessen eingesetzt. (Bilder: GEA)

Beim Varivent-Doppelsitzventil erfolgt die Reinigung, während sich das Produkt im gegenüberliegenden Ventilgehäuse befindet. Die einzelnen Dichtbereiche der Ventile lassen sich getrennt reinigen, wobei ihre Dichtfunktion erhalten bleibt. Eine Gefahr der Vermischung besteht zu keiner Zeit. Deshalb können sie unabhängig von Prozesslaufzeiten und Produkt-
drücken rund um die Uhr arbeiten, ohne den Produktionsprozess für Clean-in-Place (CIP) zu unterbrechen.

Scherkräfte optimal nutzen

Die integrierte Leff-Funktion ermöglicht eine präzise Steuerung der Ventilsitz-Position, so dass bei der Reinigung nur eine schmale Öffnung zwischen Ventilteller und Sitz entsteht. Leff steht für „Low Emission Flip Flop“ (Niedrigemissions-Flip-Flop). „Das Prinzip basiert auf einer Flip-Flop-Bewegung der Ventilteller“, erklärt Bernd Porath, Produktmanager für hygienische Ventiltechnik bei GEA. „In dem Moment, wo sich der Ventilteller vom Sitz abhebt und einen Reinigungsspalt freigibt, schießt das Reinigungsmedium ein: Dann sind die Scherkräfte am größten, sie reinigen am effektivsten. Wir nutzen das Prinzip aus und schließen und öffnen die Ventilteller ganz gezielt.“ Die enge Öffnung bewirkt eine Erhöhung der Durchflussgeschwindigkeit der CIP-Flüssigkeit und führt zu einem optimierten Reinigungsstoß im Sitzbereich und der Leckagekammer. Das Ergebnis ist eine starke Reinigungswirkung bei gleichzeitig minimierter Menge an CIP-Medien.

Heftausgabe: Pharma+Food Februar 2020
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Über den Autor

Dr. Michael Golek, Corporate Media & Press, GEA
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