Stammzell-basierte Therapien

Novo Nordisk plant Forschungs- und Produktionsstandort in Kalifornien

01.10.2018 Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk will in Fremont, Kalifornien, einen Standort zur Erforschung und Produktion Stammzell-basierter Therapeutika errichten. Die Anlage soll 2019 den Betrieb aufnehmen.

Mit dem Standort will Novo Nordisk seinen Einsatz in der Stammzellforschung für Medikamente gegen Typ 1 Diabetes und andere chronische Erkrankungen ausbauen. Vor Ort hat der Konzern bereits mit einem langfristigen Mietvertrag eine zuvor vom Unternehmen Asterias Biotherapeutics betriebene GMP-Einrichtung übernommen. Mit Asterias hat Novo Nordisk außerdem einen Nutzungsvertrag über deren Technologie zur Produktion von Stammzellen geschlossen. Im Rahmen der Zusammenarbeit wird Novo Nordisk auch Labor-, Produktions- und Büroräume an Asterias untervermieten.

Stammzell-Therapien gegen Diabetes und Parkinson

Der Aufbau des Standorts folgt auf eine Lizenzvereinbarung mit der University of California San Francisco. Darin geht es um Technologie zur GMP-konformen Produktion von humanen embryonischen Stammzell-Linien sowie die Rechte, daraus in Zukunft Therapien für die regenerative Medizin zu entwickeln.

Bislang betreibt Novo Nordisk seine Stammzell-Forschung und Entwicklung in seiner erst kürzlich eingerichteten Geschäftseinheit Stem Cell Transformational Research am Standort Måløv in Dänemark. Die Geschäftseinheit koordiniert verschiedene Partnerschaftsprojekte für Stammzell-basierte Therapien gegen Diabetes, Parkinson, chronische Herzkrankheiten und altersbedingte Makuladegeneration. Der neue Produktionsstandort soll diese Projekte unterstützen und die Ausdehnung des Portfolios auch in den klinischen Bereich ermöglichen. (ak)

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