B+B

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| von Klara Seeh ist Assistenz der Geschäftsleitung bei B+B Automations- und Steuerungstechnik

Entscheider-Facts

  • Wie auch andere Auftragsfertiger produziert Invivo Biotech Services flexibel und agil
    je nach Auftragslage statt auf fixierten Linien.
  • Um Glas- und Sarstedt-Röhren – insgesamt mehr als zehn verschiedene Produkte – etikettieren zu können, entschied sich das Unternehmen zur Anschaffung einer Etikettier-Anlage.
  • Die individuell zugeschnittene Sonderlösung ermöglicht eine schnelle Umstellung der
    Produktformate und ist leicht zu bedienen und
    zu warten.
Etikettierer B+B
Die Produktionsgeschwindigkeit der speziellen Ausführung beträgt maximal 60 Stück/min.Bild: B+B

Der deutsche Auftragsfertiger Invivo Biotech Services ist in den Bereichen Zellkultur und der Herstellung von monoklonalen Antikörpern und rekombinanten Proteinen aktiv. Das Produktionsvolumen des Biotech-Unternehmens mit Standorten im brandenburgischen Hennigsdorf sowie in Berlin schwankt je nach Auftragslage. Der Auftragsfertiger produziert agil im Kundenauftrag statt auf fixierten Linien. Dies heißt, dass deren Produkte je nach Auftragsvolumen gefertigt werden und das Produktionsverfahren auf diese ausgelegt werden muss. 

Erster Maschinenkauf dieser Größenordnung

Vor kurzem suchte das Unternehmen nun nach einer Lösung für die Etikettierung von zylindrischen Sarstedt-Röhren und Glasröhren. Die Maschine sollte zur Kennzeichnung verschiedener Einzelkomponenten von Immuno-Assays und Consumables (RUO, IVD) eingesetzt werden. Besonders wichtig bei der Auswahl des Etikettierers waren für das Unternehmen vor allem eine leichte Bedienung und Handhabung der Maschine ebenso wie eine gleichbleibende Qualität der etikettierten Röhren.

Durch Empfehlung kam der Auftragsfertiger dabei auf den Hersteller für Etikettier- und Kennzeichnungstechnik B+B Automations- und Steuerungstechnik. Für Invivo handelte es sich um den ersten Maschinenkauf in dieser Größenordnung, daher war dem Unternehmen eine sehr enge und transparente Zusammenarbeit wichtig. Um sich einen Eindruck von der Produktionsstätte zu verschaffen und gemeinsam die beste Lösung für die Anforderungen des Kunden zu finden, fanden daher mehrere gemeinsame Vor-Ort-Termine statt, etwa zum Vermessen der Produktionsräumlichkeiten. Außerdem nutzte man die Messe Fachpack 2019, um sich einen Eindruck von verschiedenen Maschinen zu verschaffen.

Fahrbar und schnell umzustellen

b+b  Glasröhren Sarstedt Röhren
Die Anlage etikettiert zylindrische Glas-Röhren und Sarstedt-Röhren. Bild: B+B

Der Arzneimittel-Hersteller entschied sich schließlich für eine vollautomatische, individualisierte Etikettieranlage der Modellreihe RML60pharma. Dieser werden die zu etikettierenden Röhren über eine Sortier- und Zuführstation zugeführt und vereinzelt. Über ein Transportband gelangen die Röhren dann zur Etikettierstation. Insgesamt werden auf der Etikettieranlage mehr als zehn unterschiedliche Produkte verarbeitet. Je nach Gebindegröße, lässt sich der Etikettierer mit wenigen Handgriffen auf verschiedene Produktformate umstellen. Wo benötigt, ist die Anlage mit Formatteilen ausgestattet. Eine fahrbare Ausführung der Etikettieranlage bietet die Möglichkeit, Produktionsprozesse agil zu gestalten. Die Anlage wurde gemäß Gamp 5 entwickelt und gefertigt. Ein Touchscreen-HMI ermöglicht die intuitive Bedienung der Anlage.

Die Kunststoff- bzw. Glasröhren werden mithilfe des Etikettierers mit einem vorgedruckten Etikett versehen. Optional kann der Etikettierer mit Druck- und Kamerasystemen ausgestattet werden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, Seriennummern auf die Produkte aufzudrucken und zu verifizieren. Während sich mit anderen Systemen der Modellreihe bis 120 Stück/min etikettieren lassen, beträgt die Produktionsgeschwindigkeit der gelieferten Ausführung des Etikettierers maximal 60 Stück/min. Das Biotech-Unternehmen legt vor allem Wert auf die schnelle Etikettierung bei gleichbleibend hoher Qualität.

Nur noch ein Mitarbeiter im Etikettierungsprozess

Die Anlage konnte als individuelle und zugeschnittene Sonderlösung laut Invivo gut in bestehende Prozesse integriert werden. Die Mitarbeiter bewerteten die Gestaltung der Anlage als sehr übersichtlich und anwenderfreundlich: Das große Display ebenso wie die einfache und intuitive Softwareführung ermöglichten schnell einen sicheren Umgang der Mitarbeiter mit der Anlage. Durch eine angenehme Haptik der Einstellräder lässt sich die Anlage schnell auf neue Produktformate einstellen. Die offene Maschinengestaltung ermöglicht zudem eine manuelle und schnelle Fehlersuche, ohne sich direkt an den Herstellersupport wenden zu müssen. Erste Erfahrungen zeigen, dass sich die Wartung und Pflege der Maschine durch die gute Zugänglichkeit komfortabel und schnell gestaltet.

Durch den Einsatz des neuen Etikettierers konnte das Unternehmen zudem die Produktionsprozesse erheblich optimieren. Insbesondere personelle und zeitliche Ressourcen konnten eingespart und anderweitig eingesetzt werden. Statt mit fünf Mitarbeitern eine Charge mit 2.500 Vials in 1,4 h zu etikettieren, gelingt dies nun mit einem Mitarbeiter in 1,25 h. Die Chargen stauen sich nicht mehr an und können „in-time“ verarbeitet werden. Des Weiteren wurden ein sauberes Etikettenbild durch eine genaue Etikettenposition und Homogenität innerhalb der Charge erzielt.

Kommt es doch einmal zu einem Supportfall, kann der Auftragsfertiger auf das Online-Ticketsystem von B+B zugreifen, das eine schnelle Supportlösung sicherstellt. Diese Lösung rundet die intensive Zusammenarbeit zwischen dem Auftragsfertiger und dem Maschinenhersteller ab – von der Idee und der persönlichen Beratung bis zur fertigen Maschine in der Produktionsstätte.

Zum Anwender

Invivo Biotech Services ist eine deutsche Auftragsfertigungs-Organisation mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in der Zellkultur und der Herstellung von monoklonalen Antikörpern und rekombinanten Proteinen. Mit dem Hauptsitz und der Haupt-Produktionsstätte auf dem Biotech-Campus in Hennigsdorf betreibt das Unternehmen auch einen kleineren zweiten Standort im Herzen Berlins, in dem die Geschichte vor 23 Jahren begann. Seit der Gründung im Jahr 1998 ist das Unternehmen im Laufe der Jahre stetig gewachsen und verfügt heute über eine Labor- und Betriebsfläche von ca. 2.500 m². Insgesamt werden an den Standorten 62 Mitarbeiter beschäftigt.

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