Konsortium gegründet

Pharmariesen verbünden sich im Kampf gegen Corona

26.03.2020 Verschiedene große Pharma wollen sich zusammentun, um schnell Impfstoffe, Diagnostika und Behandlungen für die Lungenkrankheit Covid-19 bereitzustellen. Dem jetzt gegründeten Konsortium gehören die meisten Branchengrößen wie Novartis, Pfizer, Sanofi, J&J, beide Merck sowie Boehringer Ingelheim an.

Angesichts der erheblichen Auswirkungen des Coronavirus und der durch ihn ausgelösten Lungenkrankheit auf Gesundheitssysteme, Wirtschaft und die Lebensumstände weltweit sind erheblich, sei eine „beispiellose Zusammenarbeit“ zwischen Regierungen, Wissenschaft und Wirtschaft erforderlich. Zusätzlich zu den individuellen Beiträgen, welche die Unternehmen jeweils bereits leisten, sein ein kollektives Vorgehen von entscheidender Bedeutung, sagte etwa Novartis-CEO Vas Narasimhan, der auch als Co-Vorsitzender des Konsortiums fungiert.

Firmen öffnen ihre Forschungsbibliotheken

Der japanische Pharmakonzern Astellas kauft für 3 Mrd. US-Dollar den US-Gentherapie-Spezialisten Audentes und macht damit Gentherapien zu seinem fünften Schwerpunktbereich. (Bild: Sebastian Kaulitzki – Fotolia)

Bei der Bekämpfung des Coronavirus kommt der Pharmaindustrie eine Schlüsselrolle zu. (Bild: Sebastian Kaulitzki – Fotolia)

In einem ersten Schritt haben sich demnach die insgesamt 15 Unternehmen bereit erklärt, der Initiative „Covid-19 Therapeutics Accelerator“ um die Bill Gates Foundation ihre firmeneigenen Bibliotheken mit vielversprechenden Molekularverbindungen zur Verfügung zu stellen. Diese sollen auf ihr Potenzial im Kampf gegen Covid-19 untersucht werden und im Erfolgsfall schnell in In-vivo-Studien eingebracht werden.

Weltweit wird derzeit fieberhaft an neuen Präparaten und Impfstoffen, aber auch mit bereits bestehenden Medikamenten geforscht, um der Pandemie Herr zu werden. Für Produkte, die sich als wirksam erweisen, sind dann klinische Studien, und irgendwann die Herstellung und der Vertrieb in großem Maßstab erforderlich. Auch dies seien Bereiche, in denen die Pharmaindustrie über umfangreiche Erfahrungen einbringen könne, heißt es in einer Mitteilung. (jg)

 

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