Sicherheit auf ganzer Linie

Produktinspektion sichert Qualität im gesamten Herstellungsprozess

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31.10.2019 Fremdkörper können vom Wareneingang über die Herstellung bis hin zur Endverpackung in Lebensmittel gelangen und für kostspielige und rufschädigende Produktrückrufe sorgen. Verschiedene Methoden der Produktinspektion können das verhindern.

Entscheider-Facts

  • Fremdkörper können entlang der gesamten Produktionslinie in die Produkte gelangen und dadurch kostspielige und ruf-schädigende Produktrückrufe verursachen.
  • Produktinspektionstechnologien sind anhand von per HACCP-Audit ausgewählten Kontrollpunkten und ermittelten Gefahrenquellen auszuwählen und einzusetzen.
  • Die Investitionsentscheidungen für Metallsuchtechnik und/oder Röntgeninspektion zur Vermeidung von Kontaminationen durch Fremdkörper sind auf einer Bewertung der möglichen Kontaminationsrisiken entlang der gesamten Zuliefer- und Verarbeitungskette zu treffen.
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Ein Metallsuchgerät prüft Kuchen auf Fremdkörper aus eisenhaltigen Metallen, nicht eisenhaltigen Metallen und auf magnetische und nichtmagnetische Edelstähle.
(Bilder: Mettler Toledo)

Die Großbäckerei Kuchenmeister produziert mit ihren rund 1.000 Mitarbeitern jährlich über 90.000 Tonnen Kuchen, die weltweit sowohl unter der Eigenmarke „Kuchenmeister“ als auch den Marken des Lebensmittelhandels vertrieben werden. Das nach IFS Higher Level zertifizierte Unternehmen unterhält in seinem Hauptwerk in Soest zehn Produktionslinien im Dreischichtbetrieb. Die Großbäckerei kontrolliert ihre Produkte entlang der gesamten Produktionslinie mittels Röntgeninspektions- und Metallsuchgeräten auf Fremdkörper und setzt dynamische Kontrollwaagen ein, um die Produktkonformität zu sichern. Zur Fremdkörpererkennung und Sicherung der Produktkonformität setzt das Unternehmen auf Inspektionslösungen von Mettler-Toledo.

Röntgeninspektion im Wareneingang

Das Bäckereiunternehmen legt Wert darauf, jedwedes Risiko in Sachen Verbraucher- und Produktsicherheit zu minimieren – und geht im Zweifelsfall doppelt auf Nummer sicher. Beispiel Christstollen: Die Großbäckerei bezieht hier bei den Zutaten bereits vorgewaschene Rosinen, unterzieht diese jedoch vor ihrer Verarbeitung nochmals einer Reinigung und kontrolliert sie anschließend mittels Röntgeninspektion auf Fremdkörper. Hintergrund ist die Gefahr bei Naturprodukten, dass während des Ernteprozesses Fremdkörper wie kleine Steine mit in das Erntegut gelangt sind und nicht mit hundertprozentiger Sicherheit über Waschvorgänge vollständig ausgeschleust werden konnten. Röntgeninspektion ist hier das Mittel der Wahl, um Fremdkörper wie Steine, Glas, Gummi, Metall sowie Kunststoffe hoher Dichte zuverlässig zu detektieren. „Wir minimieren mit der Fremdkörperkontrolle im Wareneingang gleichzeitig die Gefahr, dass es durch eingeschleuste Steinchen oder Metallteile zu Beschädigungen an Produktionsmaschinen und dadurch verursachte Stillstandzeiten in der weiteren Linie kommt“, so Thomas Engel, Leiter Qualitätsmanagement bei Kuchenmeister.

Heftausgabe: November 2019
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Rainer Mundt, Head of Marketing, Mettler-Toledo Produktinspektion Deutschland

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Rainer Mundt, Head of Marketing, Mettler-Toledo Produktinspektion Deutschland
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