Historischer Höchststand

Rekord-Aufwendungen in der Pharma-Forschung

12.11.2020 Die forschenden Pharma-Unternehmen haben 2019 ihre Forschungsaufwendungen für die Entwicklung neuer Arzneimittel in Deutschland um rund 6 % auf 7,8 Mrd. Euro gesteigert. Das ist die höchste jemals erfasste Summe für Medikamenten-Forschung innerhalb eines Jahres und macht die Branche zur forschungsintensivsten Industrie in Deutschland.

Die Zahlen hat der Stifterverband des Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) am 11.11.2020 veröffentlicht. „Die Pharmaforschung in Deutschland hat in den letzten Jahren beachtliche Erfolge vorzuweisen: Bei neuen Krebsmedikamenten, der Erfindung einer neuen Generation von Arzneimitteln zur Schlaganfallprophylaxe oder bei der Entwicklung von Corona-Impfstoffen. Und vieles, was hier erfunden wurde, wird auch in Deutschland produziert“, sagt VFA-Präsident Han Steutel. Deutschland sei auf Wertschöpfungsketten angewiesen, die in Innovationen ihren Ausgangspunkt haben.

Den forschenden Arzneimittelherstellern komme hier über die letzten Jahre eine immer wichtigere Rolle innerhalb der deutschen Industriebranchen zu. Neben der Entwicklung neuer Arzneimittel sieht Steutel auch in Prozessinnovationen – also der Art wie Medikamente hergestellt werden – ein Markenzeichen des deutschen Pharmastandortes: „Die Verknüpfung von Forschung und Produktion ist ein Thema, das in der Corona-Pandemie die ganze Branche überall auf der Welt bewegt. Gerade hier kann Deutschland punkten.“

Der VFA vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des Verbandes repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 19.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. (ak)

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