Gesamtinvestition von 400 Mio. Euro

Roche weiht Rekordprojekt in Mannheim ein

18.09.2018 Der Pharmakonzern Roche hat am 17. September 2018 in Mannheim neue Gebäude eingeweiht. Zu den insgesamt fünf Projekten mit einem Gesamtvolumen von 400 Mio. Euro zählt ein Neubau für die Pharmaproduktion – die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Standorts.

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Mit den Vertretern von Roche freuen sich Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (2. v. l.) sowie Dr. Gottfried Ludewig (2. v. r.), Abteilungsleiter für Digitalisierung im Gesundheitsministerium.

Mit den Vertretern von Roche eröffneten Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha (2. v. l.) sowie Dr. Gottfried Ludewig (2. v. r.), Abteilungsleiter für Digitalisierung im Gesundheitsministerium, die neuen Gebäude in Mannheim.

Allein in dieses Gebäude und die darin enthaltene hochflexible Abfüllanlage flossen rund 170 Mio. Euro. Diese kann in Zukunft aktuelle Produkte des Unternehmens ebenso herstellen wie Wirkstoffe der Entwicklungspipeline. Roche produziert in Mannheim unter anderem Krebsmedikamente der nächsten Generation. Die Qualität der Produkte kontrollieren Mitarbeiter zukünftig in einem ebenfalls neu gebauten Laborgebäude. Eine seit Jahren weltweit wachsende Nachfrage und Produktionsmenge am Standort haben dem Ausbau der vorhandenen Kapazitäten notwendig gemacht.

Viel Geld für Digitalisierung

Weiteres Geld steckt der Konzern in eine neue Server-Farm und die Glasfaserinfrastruktur auf seinem Mannheimer Campus. Roche treibt bereits seit einigen Jahren den Wandel zum digitalen Unternehmen voran. „Daten lassen sich etwa dafür einsetzen, Ärzte bei der Wahl einer Behandlung zu unterstützen und Patienten so die bestmögliche Therapie zu ermöglichen“, erläutert Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung in Mannheim.  Auch im Kundenkontakt setzt das Unternehmen zunehmend auf virtuelle Realität. In einem neuen Vertriebsgebäude kommen nicht nur rund 200 Mitarbeiter unter. Dort gibt es auch ein „Virtual Reality Lab“, in dem interaktive 3D-Modelle Roche-Kunden einen Eindruck vermitteln, wie ihr künftiges Labor aussehen wird.

Kaltwasserspeicher sorgt für Nachhaltigkeit

Der nach Angaben des Unternehmensgrößte Kaltwasserspeicher Deutschlands – das fünfte eingeweihte Bauprojekt – deckt den steigenden Kaltwasserbedarf des Mannheimer Standorts. Der Speicher wird nachts gefüllt – dies optimiert den Energieeinsatz und sorgt dafür, dass die vorhandenen Kältemaschinen besser ausgenutzt werden. Auf diese Weise reduziert sich der jährliche Kohlendioxidausstoß um rund 1.100 t. Für Nachhaltigkeit sorgt auch die Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach des neuen Vertriebsgebäudes: Sie kann 200.000 kWh/a Strom erzeugen.

(jg)

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