Fremdkörperdetektion in Lebensmittelprozessen

Röntgenauge ist wachsam

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08.03.2018 Sind Produkte und Verpackungen unversehrt? Diese Frage wird im Betrieb heute von Produktinspektionssystemen beantwortet. Doch Betreiber stehen dabei häufig vor der Qual der Wahl: Welche Technologie ist für mich die optimale?

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Röntgeninspektions- und Metallsuchsysteme werden in unterschiedlichen Phasen des Verarbeitungsprozesses sowie am Ende der Verpackungslinie zur Detektion von Fremdkörpern eingesetzt.
  • Zunächst sollten Betreiber mit einer HACCP-Analyse alle Gefahrenpunkte und Arten möglicher Fremdkörper, die in das Produkt oder den Prozess gelangen können, bestimmen.
  • Röntgen-Inspektionssysteme sind in der Lage, das verpackte Produkt auf fehlende Komponenten zu untersuchen.
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Mit der richtigen Inspektionstechnologie lassen sich Probleme identifizieren, die dem menschlichen Auge leicht entgehen können.

Konstante Produktqualität, sprich: Konformität eines Lebensmittels, geht weit über das Einhalten lebensmittelrechtlicher Vorschriften hinaus. Sie umfasst – vor dem Hintergrund strenger Qualitätsvorgaben des Handels und hoher Erwartungen der Verbraucher – insbesondere auch zahlreiche Aspekte hinsichtlich der Vollständigkeit und einer makellosen Verpackung der Produkte. Hersteller verpackter Lebensmittel können dabei aus einem breiten Spektrum an Technologien zur Produktinspektion wählen, um die Produktkonformität ihres Sortiments sicherzustellen und zu optimieren. Röntgeninspektions- und Metallsuchsysteme in unterschiedlichen Phasen des Verarbeitungsprozesses sowie am Ende der Verpackungslinie zählen zum klassischen Instrumentarium der Lebensmittelindustrie in der Fremdkörperdetektion. Sie eignen sich zum Erkennen von Fremdkörpern in unterschiedlichen Produktformaten – von Produkten in loser Form wie Pulver über Flüssigkeiten, pumpfähige und pastöse Stoffe bis hin zu halbfesten und festen Stoffen. Bevor Betreiber die Entscheidung treffen, welche Technologie zur Fremdkörperdetektion zum Einsatz kommen soll und wo sie die entsprechenden Systeme platzieren wollen, gilt es zunächst mit einer HACCP-Analyse alle Gefahrenpunkte und Arten möglicher Fremdkörper, die in das Produkt oder den Prozess gelangen können, zu bestimmen.

Dabei lohnt der kritische Blick auf jedes Detail: So können sich je nach Produkttyp und Verpackungsmaterial Fremdkörper an Stellen ablagern, an denen sie schwer zu erkennen sind und eine besondere Herausforderung für die Inspektionstechnologie darstellen. Ein typisches Beispiel hierfür sind die Innenränder bei Glaskonserven-Dosen und Glasflaschen mit gewölbtem Boden. Generell gilt: Metallsuchtechnik ist in der Regel die beste Wahl, um Fremdkörper aus Eisenmetall, Nicht-Eisenmetalle wie Messing und Aluminium sowie Edelstahl aufzuspüren. Röntgen-Inspektionssysteme hingegen empfehlen sich bei der Gefahr von Kontaminationen durch Steine, Glas, Metallteilchen sowie Kunststoff- und Gummiverbindungen hoher Dichte. Sie erkennen Fremdkörper auch bei hohen Produktionsgeschwindigkeiten unabhängig von deren Form oder Lage innerhalb des Produkts.

Heftausgabe: März 2018
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Miriam Krechlok, Mettler-Toledo  Produktinspektion Deutschland

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Miriam Krechlok, Mettler-Toledo Produktinspektion Deutschland
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