Gefloppte Studie, niedrige Umsatzziele

Rückschläge für Roche und Pfizer

30.01.2019 Zwei Pharmakonzerne haben mit ihren aktuellen Mitteilungen enttäuscht: Bei Roche geht es um ein geflopptes Alzheimer-Medikament, während Pfizer mit einer niedrigen Umsatzerwartung für 2019 wenig Freude bei Aktionären auslöste.

Die Entscheidungen auf der Stada-Hauptversammlungen werden juristisch unter die Lupe genommen. (Bild: Falko Matte - Fotolia)

Sowohl ein hoffnungsvolles Roche-Medikament als auch die Umsatzziele von Pfizer haben einer tieferen Betrachtung nicht standgehalten. (Bild: Falko Matte – Fotolia)

Roche gab heute bekannt, zwei spätklinischen Studien der Phase III mit dem hoffnungsvollen Alzheimermittel Crenezumab gestoppt zu haben. Nach Einschätzung von Reuters ist das nicht nur für das Unternehmen, sondern vor allem auch für die gesamte Alzheimer-Forschung ein schwerer Schlag. Das Unternehmen begründete die Entscheidung damit, dass neue Sicherheitsbedenken aufgetaucht seien.

Pfizer hingegen enttäuschte weniger Ärzte und Patienten als vielmehr seine Anleger: Für 2019 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 52 und 54 Mrd. US-Dollar. Analysten hatten hier deutlich mehr erwartet, bedeutet dies doch keine Steigerung gegenüber dem Erlös 2018, der bei 53,6 Mrd. Dollar lag. Die niedrigen Ziele könnten unter anderem damit zusammenhängen, dass der Patentschutz für Pfizers umsatzstarkes Schmerzmittel Lyrica mit dem Wirkstoff Pregabalin 2018 auch in den USA ausgelaufen ist und damit die Konkurrenz von Nachahmerprodukten fürchten muss.

(jg)

Loader-Icon