Drastisch überschrittene Grenzwerte

Sanofi muss Werk wegen Schadstoffausstoß schließen

10.07.2018 Ein Werk des Pharmakonzerns Sanofi in Frankreich steht vorübergehend still. Der Grund sind überschrittene Grenzwerte bei den Schadstoff-Emissionen, darunter auch eine potenziell krebserregende Substanz.

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Zu den gemessenen Schadstoffen jenseits der Grenzwerte gehört auch der Brom-haltige Kohlenwasserstoff Brompropan. (Bild: daw666 – Fotolia)

Zu den gemessenen Schadstoffen jenseits der Grenzwerte gehört auch der Brom-haltige Kohlenwasserstoff Brompropan. (Bild: daw666 – Fotolia)

Das betroffene Sanofi-Werk in Mourenx dürfe den Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn „alle Voraussetzungen bezüglich der Emissionen sowie der Risiken für die Angestellten und die Bevölkerung“ erfült seien, so das französische Umweltministerium. Die überschrittenen Grenzwerte für flüchtige organische Verbindungen seien schon bei einer Kontrolle vor einigen Monaten aufgefallen. Das Umweltministerium betonte aber, dadurch habe noch keine akute Gefahr für Anwohner bestanden.

90.000-fach überschrittener Grenzwert

Zu den gemessenen Schadstoffen mit überhöhten Werten gehört unter anderem der bromierte Kohlenwasserstoff Brompropan. Laut der Umweltorganisation France Nature Environnement ist die Verbindung potenziell krebserregendund kann die Fruchtbarkeit senken sowie ungeborene Kinder schädigen. Bei zwei Kontrollen im vergangenen Oktober und im März sei der erlaubte Grenzwert für den Ausstoß der Verbindung um das 90.000-fache beziehungsweise 190.000-fache überschritten worden. Französische Medien hatten am Montag, 9.7.2018, berichtet, Sanofi wolle die Fabrik unverzüglich schließen. Der Konzern produziert dort unter anderem ein Epilepsie-Medikament. (ak)

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