Geplanter Börsengang

Sanofi will Wirkstoff-Geschäft abspalten

20.07.2020 Der Pharmakonzern Sanofi plant offenbar, sein Geschäft mit Arzneimittel-Wirkstoffen separat an die Börse zu bringen. Je nach Umfang der abgespaltenen Geschäftsteile könnte der Börsengang einen Wert bis zu zwei Milliarden Euro haben.

Die geplante Tochter könnte bereits 2021 an die Börse gehen, berichtet die Agentur Reuters anhand von Insiderberichten. Erste Pläne zu der Abspaltung hatte Sanofi bereits im Februar 2020 verkündet. In der neuen Tochterfirma sollen sechs Produktionsstandorte für aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe in Europa mit zugehörigen Vertriebs- und Entwicklungsbereichen zusammengelegt werden. Das entstehende Unternehmen wäre nach dem Schweizer Konzern Lonza der zweitgrößte Hersteller von pharmazeutischen Wirkstoffen.

Den Berichten zufolge will der französische Pharmakonzern ab Herbst 2020 nach Investoren suchen. Demnach zieht neben Investoren aus Frankreich und Deutschland auch die französische Investmentbank Bpifrance eine Beteiligung in Betracht. Sanofi selbst will mindestens 30 % der Anteile selbst halten. (ak)

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