Bioprozess-Sparte legt zu

Sartorius will Umsatz bis 2025 fast verdreifachen

21.02.2018 Der Pharmaausrüster Sartorius steckt sich ehrgeizige Ziele: Bis 2025 soll der Jahresumsatz auf rund 4 Mrd. Euro anwachsen. Die Grundlage dafür sieht der Konzern im erfolgreichen Jahresgeschäft 2017.

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Der Vorstandsvorsizende Dr. Joachim Kreuzburg hat die zweistelligen Wachstumszahlen von Sartorius im ersten Quartal vorgestellt. (Bild: Sartorius)

„Unsere Ziele bleiben ambitioniert, weil wir uns gut aufgestellt haben und einen Markt mit nachhaltigen, fundamentalen Wachstumstreibern adressieren“, kommentierte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg die Wachstumsziele von Sartorius bis 2025. (Bild: Sartorius)

Im Geschäftsjahr 2017 wuchs der Umsatz von Sartorius mit einem deutlichen Plus von 9,3 % in konstanten Wechselkursen auf 1.404,6 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es 1.300,3 Mio. Euro. Der operative Gewinn stieg auf 353,2 Mio. Euro. Dabei waren das organische Wachstum und der Beitrag aus Akquisitionen etwa gleich groß.

Steigende Nachfrage im Bioprozess-Geschäft

Alle Regionen trugen zur guten Geschäftsentwicklung bei. Am stärksten expandierte Sartorius in der Region Asien/Pazifik mit einem Plus von 22,5% auf 344,6 Mio. Euro. Die Region Europa/Naher Osten/Afrika wuchs um 6,8% auf 604,5 Mio. Euro. In der Region Amerika, in der Sartorius in den vergangenen Jahren besonders stark zugelegt hatte, erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 3,5% auf 455,5 Mio. Euro. Der Auftragseingang des Sartorius Konzerns legte im Jahr 2017 mit einem Plus von 13,7% stärker als der Umsatz zu, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zog die Nachfrage im Bioprozess-Geschäft deutlich an.

„Sartorius hat 2017 seinen profitablen Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt, zwei strategisch wichtige Akquisitionen getätigt, sein sehr umfangreiches Investitionsprogramm weiter vorangetrieben und in erheblichem Umfang zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen“, betonte Konzernchef Dr. Joachim Kreuzburg. „In der Laborsparte haben wir mit dem Eintritt in das Geschäftsfeld Bioanalytik ein neues Kapitel aufgeschlagen und ein erheblich höheres Wachstums- und Margenniveau erreicht. Auch unser Bioprozess-Geschäft konnte trotz einiger temporär dämpfender Effekte gegenüber einer nach zwei extrem starken Jahren sehr hohen Vergleichsbasis erneut zulegen. Für 2018 haben wir uns weiterhin deutliches profitables Wachstum, umfangreiche Investitionen in Innovationen und Kapazitäten und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze vorgenommen.“

„Ziele bleiben ambitioniert“

Sartorius rechnet für das laufende Jahr erneut mit deutlichem, profitablem Wachstum und sieht sich damit auf Kurs, seine bisherigen für das Jahr 2020 festgelegten Mittelfristziele zu erreichen. So erwartet die Unternehmensleitung ein Umsatzwachstum von etwa 9 bis 12 % und einen Anstieg der operativen EBITDA-Marge um etwa einen halben Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 25,1%. Die Investitionsquote wird mit rund 15 % etwa auf Höhe des Vorjahres liegen.

Neuen Mittelfristzielen zufolge soll der Konzern im Jahr 2025 einen Umsatz von rund 4 Mrd. Euro erreichen. Der Plan der Unternehmensleitung sieht vor, dass rund zwei Drittel des Wachstums organisch erreicht werden, während rund ein Drittel aus Akquisitionen stammt. Die operative EBITDA-Marge steigt demnach bis 2025 auf rund 28%. Die Sparte Bioprocess Solutions soll bis 2025 bei einer operativen Ertragsmarge von rund 30% auf etwa 2,8 Mrd. Euro Umsatz wachsen, für die Laborsparte sind rund 1,2 Mrd. Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von etwa 25% geplant. Alle diese Angaben basieren auf konstanten Wechselkursen.

„Unsere Ziele bleiben ambitioniert, weil wir uns gut aufgestellt haben und einen Markt mit nachhaltigen, fundamentalen Wachstumstreibern adressieren“, sagte Kreuzburg. „Aufgrund einer wachsenden und alternden Bevölkerung, eines verbesserten Zugangs zu Medikamenten in Schwellenländern, eines rasch expandierenden Marktes für Nachahmerprodukte von Biologika, aber auch ganz neu entstehender, z.B. zellbasierter Therapieoptionen, gehen wir von einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach biopharmazeutisch hergestellten Medikamenten aus. Eine zunehmend wichtige Rolle wird dabei der asiatische Markt spielen, in erster Linie China. Wir haben uns mit beiden Sparten als globaler, strategischer Partner der Biopharmabranche positioniert, so dass wir von diesen Trends nachhaltig profitieren sollten.“

Ausführliche Geschäftszahlen finden Sie in der Mitteilung des Konzerns.

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