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Schläuche hygienisch und sicher befestigt dank normgerechter Armaturen

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04.09.2009 Schlauchleitungen finden in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie vielfältigen Einsatz – zum Teil unter den härtesten Betriebsbedingungen. Dennoch wird ihre Bedeutung als Betriebsmittel häufig unterschätzt. Dabei verlangt die Lebensmittelhygiene äußerste Sorgfalt bei der Auswahl des Schlauchmaterials und bei der Armierung.

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Entscheider-Facts


  • Die Sicherheitsregeln des Merkblatts T002 der BG-Chemie „Schlauchleitungen – sicherer Einsatz“ gelten auch in der Lebensmittelindustrie.
  • Schlauchbefestigungen mit Hilfe von Schlauchschelle, Spannband, Schlauchbinder oder Montagedraht sind nicht mehr zulässig.
  • Um dieses Hygienerisiko auszuschließen, sind für die Befestigung von Lebensmittelschläuchen nur Press- oder Schalenfassungen sowie in Ausnahmefällen einvulkanisierte Schlaucharmaturen zulässig.
  • Die Schlaucharmatursysteme Pagufix 3000 und Blaudieck erfüllen alle entsprechenden Vorschriften und Normen.

Die Anforderungen der Lebensmittelhygieneverordnung (LMHV) an Gegenstände und Ausrüstungen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, sind eindeutig: Sie müssen so beschaffen sein, dass von ihnen keine nachteilige Beeinflussung der Lebensmittel ausgeht. Auch müssen die Gegenstände und Ausrüstungen sauber und in Stand gehalten sowie – falls erforderlich – desinfiziert werden können. Aufgrund der chemischen Reinigungsprozesse gehen die Fachleute der Berufsgenossenschaft Chemie davon aus, dass Lebensmittelschläuche zumindest zeitweise das gleiche Gefährdungspotenzial aufweisen wie Chemieschläuche. Daher sind die Sicherheitsregeln des Merkblatts T 002 der BG-Chemie auch in der Lebensmittelindustrie anzuwenden.

Zulässige Befestigungsarten

Schlauchbefestigungen mit Hilfe von Schlauchschelle, Spannband, Schlauchbinder oder Montagedraht sind nicht mehr zulässig. Aus gutem Grund: Wird eine derart konfektionierte Schlauchleitung am Schlauchende stark gebogen, kann sich der Schlauch teilweise vom Schlauchnippel abheben. Dabei entsteht ein Totraum, in dem sich Medium absetzen kann. Schmutznester sind die Folge, die unter Umständen nicht ausreichend gespült und desinfiziert werden können.

Um dieses Hygienerisiko auszuschließen, sind für die Befestigung von Lebensmittelschläuchen nur Press- oder Schalenfassungen sowie in Ausnahmefällen einvulkanisierte Schlaucharmaturen zulässig. Als besonders hygienisch gelten verpresste Armaturen. Bei guten Armatursystemen ist die Presshülse länger als der Schlauchnippel; so kann beim Biegen kein Totraum entstehen. Mit diesem Armaturensystem wird die Schlauchleitung auf keinen Fall zu einem HACCP-Problem. Schalenarmaturen werden vor allem in der pharmazeutischen und chemischen Industrie eingesetzt. Für einige Nennweiten stehen sie auch in der für die Lebensmittelindustrie erforderlichen Edelstahlausführung zur Verfügung. Press- und Schalenarmaturen gewährleisten ein Höchstmaß an Sicherheit. Da bei ihnen die Festigkeit der Verbindung zwischen Schlauch und Armatur höher ist als der Berstdruck des Schlauches, ist ein Ausreißen der Armatur ausgeschlossen. Darüber hinaus wird wildes Schlagen des unter Druck stehenden Schlauches vermieden.
Ein weiteres Kriterium für den sicheren Betrieb einer Schlauchleitung ist nach dem Merkblatt T002 das fachgerechte Einbinden der Armaturen in die Endstücke des Schlauches. Es darf daher nur von einer internen oder externen Schlauchfachwerkstatt, die Stützpunktpartner des Herstellers im technischen handel ist, vorgenommen werden. Auch muss der Hersteller von Schlauchleitungen bescheinigen, dass sie den einschlägigen Vorschriften und Normen nach dem Stand der Technik entsprechen.

Normgerechte Armaturen nach dem Stand der Technik

Die Schlaucharmatursysteme Pagufix 3000 und Blaudieck erfüllen alle entsprechenden Vorschriften und Normen. Das Schlaucharmaturen-System Blaudieck ist ein in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie anerkannter Standard, wenn es um hygienisch einwandfreie Schlauchleitungen geht, die im Armaturenbereich einen glatten Durchfluss ohne Totraum ermöglichen und die problemlos molchbar, also mechanisch zu reinigen sind. Die hohe Druckbeständigkeit der Armatur hilft Betriebsunfälle zu verhindern. Sie wird serienmäßig aus Edelstahl (Werkstoff 1.4301) gefertigt, ist auf Anfrage aber auch in anderen Werkstoffen lieferbar.

Die Pressarmatur Pagufix 3000 entspricht nicht nur den Anforderungen der T002 für den sicheren Einsatz von Schlauchleitungen, sondern über sehr gute Qualität und Verpresstechnologie. Mit diesem Armaturensystem trägt der Hersteller den gestiegenen Ansprüchen in der Getränke- und Lebensmittelindustrie in Bezug auf Hygiene und Sicherheit Rechnung. Serienmäßig aus dem Werkstoff 1.4301 hergestellt, steht die hochwertige Pressarmatur auch in anderen Werkstoffen und diversen Sonderausführungen zur Verfügung.

Heftausgabe: September 2009
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Stephan Renz , Vertrieb und technische Beratung Contitech Schlauch

Über den Autor

Stephan Renz , Vertrieb und technische Beratung Contitech Schlauch

Stephan Renz , Vertrieb und technische Beratung Contitech Schlauch

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