Filterlösungen für sicheres Entstauben toxischer Stäube

Schutz durch treffsicheres Containment

Pharma
Food
Kosmetik
Chemie
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

17.05.2018 Im Umgang mit toxischen Stäuben wird Arbeitshygiene immer wichtiger. Anbieter von Containment-Entstaubungsfiltersystemen sind bei Ausführungsqualitäten für hochpotente pharmazeutische Aktiva (HPAPIs) gefordert

Anzeige

Entscheider-Facts für Entscheider und Betreiber

  • Die Entstaubung toxischer Stäube und der dadurch geforderte Bedienerschutz gewinnen in der pharmazeutischen Industrie sowie in vielen anderen Prozessindustrien zunehmend an Bedeutung.
  • Die technologischen Anforderungen an Entstaubungsfiltersysteme in Containment-Ausführung gehen dabei weit über die bisherige Definition eines verbesserten Mitarbeiterschutzes hinaus.
  • Die vorgestellten Containment-Filtersysteme bieten Lösungen für Standardprozesse in abgestuften Varianten sowie ein weiterführendes System zum Schutz bei hochpotenten pharmazeutischen Wirkstoffen.

Sowohl die prozessseitigen, technologischen Vorgaben zu erfüllen als auch das ursprüngliche Ziel, den arbeitshygienischen Bedienerschutz, nicht aus den Augen zu verlieren. Um diesen Aufgaben zu begegnen, werden fallspezifische Lösungen für die jeweiligen Produkt- und Prozessanforderungen entwickelt.

Die höchstens zulässige Staublast in der Umgebungsluft einer Anlage, numerisch in µg/m³ angegeben, dient in der Pharmaindustrie als Occupational Exposure Level (OEL) benannter Richtwert für Containmentanlagen. Als arbeitshygienisch relevant wird der Bereich von 100 bis unter 0,1 µg/m³ betrachtet, eine Spannbreite von mehr als vier Zehnerpotenzen an Leckagekonzentrationen, die in Occupational Exposure Bands (OEB) von 3 bis 6 ausgedrückt werden. Damit werden sie in der Wahrnehmung auch bei OELs unter 1 µg/m³ (ab OEB 5) in eine lineare Skala übertragen. Bei sehr niedrigen OELs müssen die technischen Schutzvorrichtungen im Prozess jedoch deutlich präziser definiert und umgesetzt werden. Ebenso gewinnen ein rigoroses Prozessdesign durch vernetzte Qualitätsanalyse und vertiefte Validierung an Bedeutung. Der slowenische Hersteller von Entstaubungssystemen TRM Filter bietet Containment-Standardlösungen bis zu einem OEL von 1 µg/m³ und ein darüber hinausgreifendes System zum Schutz bei niedrigeren OELs.

Bild3-Continuous.Liner

Continous-Liner: Staubsammlung in Endlosfolien.

Filterstäube als Lücke in der Stoffbilanz

Begreift man Staub, der in die Umgebung einer Anlage abgegeben wird, als gesamthafte Materialverlustrate im Prozess, so ist neben Leckagen in der Zu- und Abfuhr von Prozessmaterialien die Prozess-entstaubung als größter Verlustmassestrom an Prozessmaterialien anzusehen. Im Falle einer erfolgreich umgesetzten Containmentstrategie werden näherungsweise alle Prozessfehlleistungen, etwa in der Solidaformulierung, meist in zeitlich schwankenden Masseströmen aus dem Prozess unter Verschlussbedingungen über das Entstaubungsfiltersystem ausgeführt. In diesen Fällen besteht ein Entstaubungsfiltersystem aus mindestens zwei aufeinanderfolgenden Filterstufen, deren Betrieb und Wartung im Sinne des Containments verschlossen erfolgen müssen. Die erste Filterstufe eines solchen Filtersystemes trennt die Staublast aus dem Filtrationsluftstrom. Mit der Rotatronic Technologie des Herstellers wird sie Differenzdruck-gesteuert sekundenschnell abgereinigt. Ein Sammelsystem erfasst den Filterstaub mit geeigneten auswechselbaren Einschlusstechnologien (s. u.). Der ersten Filterstufe des Luftstromes folgt ein zweiter, nicht reinigbarer Polizeifilter. Beide Filter werden im Einschluss des Bag-in/Bag-out Verfahrens gewechselt.

Heftausgabe: Juni 2018
Seite:
Anzeige
Dr. Thomas Schwalbe ist Geschäftsentwickler bei TRM Filter

Über den Autor

Dr. Thomas Schwalbe ist Geschäftsentwickler bei TRM Filter
Loader-Icon