Auf die Schnittstellen kommt es an

Serialisierung von Arzneimitteln: Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten

Die Umsetzung
Zum Schutz vor Arzneimittelfälschungen sowie zur Senkung von Falschabgaben sollten Systeme zur Serialisierung von Packmitteln möglichst alle der bisher ge-nannten Aspekte berücksichtigen. Bei erfolgreicher Umsetzung kann das System den Hersteller jedoch auch beim Rückruf von Chargen unterstützen, stellt einen Schutz vor Rezeptabrechnungsbetrug und nicht zuletzt eine Verbesserung der Transparenz über die gesamte Lieferkette bis zur Abgabestelle dar. Die Idee ist daher, eine Software zu entwickeln, die über standardisierte Schnittstellen aus den angeschlossenen Systemen (beispielsweise ERP, MOM/MES, PLS) alle notwendigen Daten zur Vergabe und Verteilung von Serialnummern erfasst und zusammenführt. Die so generierten Nummern werden den Verpackungsmaschinen über möglichst ebenfalls standardisierte Schnittstellen zugestellt. Zum Auftragsabschluss werden die verbrauchten Nummern an eine zentrale Stelle zurückgemeldet. Die Applikation soll dabei sowohl die Anzahl und Verschachtelung der Verpackungen (Einzelverpackung, Karton, Palette…) abbilden, als auch die Anforderungen des Zielmarktes, für den der Betreiber das Produkt herstellt, berücksichtigen. Soweit möglich soll die Auswahl der Logik zur Nummernvergabe automatisch durch die Applikation erfolgen. Lösungsanbieter können die Applikation hierbei eng mit eventuell bereits bestehenden Lösungen zur Auftragsverwaltung und -abarbeitung verzahnen oder als Modul eines dieser Systeme einrichten.

Heftausgabe: Februar 2016
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Markus Thierichen, on/off IT-solutions

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Markus Thierichen, on/off IT-solutions
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