Auf die Schnittstellen kommt es an

Serialisierung von Arzneimitteln: Anforderungen und Umsetzungsmöglichkeiten

Ein Sonderfall ist das Bedrucken von Verpackungen durch Zulieferer. Hier muss eine „vorläufige“ Erzeugung und Reservierung von Nummernbändern für die Übermittlung an die Zulieferer erfolgen. Beim Einsatz der vorbereiteten Packmittel in der Produktionsanlage des Herstellers erfasst das System die tatsächlich verwendeten Serialnummern und gleicht den Verbrauch mit der Datenbank ab. Die Softwareapplikation muss dann, je nach kunden- und produktspezifischer Parametrierung, die Entscheidung treffen, ob sie nicht verwendete Nummern wieder zur Verwendung freigibt oder verwirft und als verbraucht, aber nicht verwendet an die zentrale Vergabestelle meldet. Da jede einzelne Serialnummer korrekt vergeben und bei Aufdruck auf das Packmittel sicher zu verbuchen ist, ergeben sich hohe Anforderungen an die Robustheit der Kodierungs- und Lesemechanismen der verwendeten Bedruckungs- und Lesegeräte. Aufgrund ihrer relativen Robustheit gegen Lesefehler, der hohen Datenkapazität und der Möglichkeit der Lageerkennung, ist hier die Familie der Data Matrix Codes besonders hervorzuheben.

Heftausgabe: Februar 2016
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Markus Thierichen, on/off IT-solutions

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