Reinraumtechnik ermöglicht Risikomanagement in der Dichtungstechnik

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17.05.2018 Risiko ist kennzeichnend für potenzielle Schäden oder Verluste, die durch unzureichende Vorhersagbarkeit auftreten. Somit ist bei einem Risiko das Eintreten eines Schadens möglich, aber ungewiss.

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Entscheider-Facts für Betreiber und Einkäufer

  • Auch Produzenten, die nicht zu den typischen Reinraumnutzern gehören, können von Reinraumtechnik profitieren. Beispielsweise gelten an Dichtungen für Lebensmittel- oder Sauerstoff-Anwendungen besondere Anforderungen, die sich im zertifzierten Reinraum umsetzen und überwachen lassen.
  • Bei der Reinraumqualifizierung gibt es einige regulatorische und normative Anforderungen zu beachten. Im Vordergrund bei der Dichtungsproduktion im Reinraum steht der Schutz kritischer Anwendungsgebiete beim Anlagenbetreiber.
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Fluoreszenzanalyse im Reinraum: Dichtungen für Sauerstoffanwendungen müssen frei von Fetten und Ölen sein.

Für Anlagenbetreiber, die mit gefährlichen Medien oder in kritischen Anwendungsgebieten wie dem Food- und Pharma-Bereich arbeiten, stellt sich zunehmend die Frage nach einer aktiven Steuerung möglicher Risiken durch ein entsprechendes Qualitätsmanagement. Die Frage ist also: Wie kann man die Eintrittswahrscheinlichkeit und das Ausmaß des möglichen Verlusts präventiv beeinflussen und vermeiden?

Reinraumtechnik bietet hier eine Möglichkeit des Risikomanagements. Ursprünglich vorwiegend in der Medizintechnik zu finden, erfordern aktuell auch die wachsenden Ansprüche an Produktqualität und Prozesssicherheit bei den Zulieferern eine strengere Kontrolle der Umgebungsbedingungen. Dies gilt unter anderem auch in der Dichtungstechnik.

Da verschiedene Interessengruppen potenzielle Schäden unterschiedlich wahrnehmen, die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden anders bewerten und ihnen unterschiedliche Schweregrade zuweisen, bietet eine entsprechende, innerbetriebliche Ausstattung beim Dichtungshersteller die Möglichkeit, eine gemeinsame Verfahrenskette für das Risikomanagement zu etablieren.

Heftausgabe: Juni 2018
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Jörg Skoda,  Leiter der Anwendungstechnik, IDT

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Jörg Skoda, Leiter der Anwendungstechnik, IDT
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