Ordentlich abgefüllt

Sicheres Abfüllen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie

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24.04.2017 Ob Mayonaise, Desinfektionsmittel oder reiner Alkohol: Das Verarbeiten und Abfüllen großer Mengen unter Einhaltung strenger Hygiene- und Sicherheitsvorschriften ist eine anspruchsvolle Aufgabe.

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Entscheider-Facts für Betreiber

  • Automatische Abfüllanlagen ermöglichen genaues und wirtschaftliches Abfüllen empfindlicher Produkte. Gleichzeitig verringern sie die Anzahl manueller Prozessschritte und steigern so die Sicherheit.
  • Hygieneventile erfüllen die hohen Anforderungen der Lebensmittel- und Pharmabranche und stellen gleichbleibend hohe Produktqualität sicher. Ventile mit CIP-Funktion erleichtern die nötigen Reinigungsschritte.
  • Mit portablen oder mobilen Abfüllstationen ist ein flexibler Einsatz zum Abfüllen von Mengen unterschiedlicher Größenordnung und an verschiedenen Stellen möglich.

Zum einen ist der richtige Umgang mit den teilweise sehr empfindlichen oder explosionsgefährlichen Füllgütern wichtig, zum anderen sind die Abfüllsysteme auf die zu verarbeitenden Verpackungsmaterialien auszulegen. Hinzu kommen die gesetzlichen Vorschriften in Bezug auf Füllgenauigkeit und Hygiene, denen die Anlagen genügen müssen. Abfüllsysteme, die sich flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Industrien einstellen, schaffen reibungslose Prozesse und langfristige Wettbewerbsvorteile.
Das Abfüllen erfolgt ganz am Ende der Produktionslinie, nachdem Rohmaterialien in verschiedenen Verfahren veredelt, dosiert, fermentiert und zu Produkten oder Halbfabrikaten aufbereitet wurden. Dieser letzte Prozessschritt kann sowohl halb- als auch vollautomatisch erfolgen, der Unterschied liegt allein in der Zulieferung. Bei Halbautomaten ist noch menschliche Arbeit im Spiel: Das Gebinde liegt beispielsweise auf einer Palette und wird manuell in der Abfüllstation positioniert. Nur die Befüllung erfolgt automatisch. Vollautomaten hingegen befördern die Gebinde etwa von einem Palettiersystem oder einem Magazin automatisch zur Abfüllstelle und auch automatisch weiter. Pumpen führen das Produkt aus höherliegenden Lagertanks dem System zu.

Voll, aber nicht zu voll

Gesetze und Richtlinien sind maßgeblich beim Thema Abfüllen: Zentrale Bedeutung haben hierzulande beispielsweise die Auflagen des TÜV sowie Arbeitsschutzgesetze, die Menschen etwa vor dem Heben zu schwerer Lasten schützen. Daneben greifen zahlreiche Sicherheitsvorschriften, die das Abfüllen gefährlicher Produkte regeln und den Schutz der Mitarbeiter umfassen, die sich in gefährlichen Umgebungen aufhalten. Nicht zuletzt gilt es, die Eichvorschriften penibel einzuhalten, also Über- und Unterfüllung zu vermeiden.
Beim manuellen Abfüllen per Hand wird oft Ware verschenkt. Stets wirtschaftlich zu arbeiten, ist jedoch sowohl im Lebensmittel- als auch im Pharmaumfeld ein zentraler Erfolgsfaktor. Es kommt darauf an, Give-aways gezielt zu vermeiden. Auch unterfüllte Packungen gilt es tunlichst auszuschließen, denn sie sind per Gesetz verboten. Das richtige Maß und die notwendige Präzision lässt sich nur mit Abfüllanlagen erreichen: Sie arbeiten sehr genau und verschenken kein Produkt, zudem ist eine Unterfüllung ausgeschlossen.

Sorgfältig, aber umständlich - automatische Abfüllanlagen sind präziser und sicherer. (Bild: Fotolia - aiaikawa)

Sorgfältig, aber umständlich – automatische Abfüllanlagen sind präziser und sicherer. (Bild: Fotolia – aiaikawa)

Je nachdem, welche Eigenschaften das abzufüllende Produkt aufweist und welches Gebinde genutzt wird, eignen sich unterschiedliche Anlagenausführungen und Abfüllmethoden: Bei der Überspiegel-Variante öffnet sich das Ventil ohne vorherige Höhenverstellung. Vor allem unproblematische Produkte wie Öle lassen sich auf diese Weise in offene Gebinde wie Eimer füllen. Unterspiegel-Anlagen für Kanister und Fässer kommen meist beim Herstellen kleiner Chargen spezieller, hochwertiger Produkte zum Einsatz, die beim Abfüllen schäumen, sich statisch aufladen oder explosionsfähige Gase bilden. Das Ventil wird dabei parallel mit dem Füllspiegel angehoben. Die Unterspund-Variante wählen Produktionsverantwortliche üblicherweise beim Abfüllen unproblematischer Produkte wie Aromen, Dispersionen oder Öle in Gebinde, die über ein Spundloch verfügen, beispielsweise Kanister.

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Über den Autor

Dieter Conzelmann, Geschäftsführer, Bizerba Busch
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